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Kienbaum-Studie: Gehälter der DAX-Vorstandschefs steigen kräftig

Die Dax-Vorstandschefs haben im vergangenen Jahr mehr verdient: Im Mittel erhielt der Vorstandsvorsitzend eines DAX30-Konzerns 2016 4,9 Millionen Euro, 2015 waren es noch 4,4 Millionen Euro, ergab eine aktuelle Studie der Personal- und Managementberatung Kienbaum. Das ist eine durchschnittliche Steigerung um 15 Prozent, wobei die Steigerung hauptsächlich auf die langfristige variable Vergütung zurückzuführen ist. Die Grundgehälter bleiben hingegen praktisch konstant, so die Ergebnisse einer  Kienbaum-Studie, für die die Beratungsgesellschaft die Geschäftsberichte sämtlicher DAX-Konzerne ausgewertet hat.

„Die beiden Ausreißer SAP und Daimler treiben das mittlere Gehalt der DAX-Chefs stark in die Höhe. SAP-Chef Bill McDermott hat zum Beispiel sein Gehalt mehr als vervierfacht. Diese Ausreißer verzerren aber das Bild auch. Wenn man SAP und Daimler ausklammert, fällt die Gehaltssteigerung der DAX-Chefs deutlich moderater aus: Von 2015 auf 2016 stiegen die  Gehälter um sieben Prozent von 4,3 Millionen auf 4,6 Millionen Euro”, sagt Alexander v. Preen, Geschäftsführer bei Kienbaum.

Einige Vorstandschefs verdienen weniger als im Vorjahr

Allerdings haben längst nicht alle Vorstandsvorsitzenden im vergangenen Jahr mehr verdient als 2015: 17 konnten ihr Gehalt steigern, neun haben teils erheblich weniger verdient. Das Gehalt von RWE-Chef Ralf Martin Schmitz ist zum Beispiel binnen Jahresfrist von 3,8 auf 2,9 Millionen Euro gesunken, ein Minus von 24 Prozent. Auch die Geschäftszahlen waren stark rückläufig: 2015 hat RWE noch einen Gewinn von 284 Millionen Euro erzielt, 2016 stand ein Verlust von 5,5 Milliarden Euro unter dem Strich. Auch bei Eon haben sich die Verluste von 6,4 Milliarden Euro 2015 auf 16 Milliarden Euro im vergangenen Jahr deutlich erhöht. Das Gehalt von Eon-Chef Johannes Teyssen ist im selben Zeitraum ebenfalls gesunken, von 4,4 auf 3,6 Millionen Euro, ein Minus von 17 Prozent.

„Die atmende Vergütung in den DAX-Konzernen funktioniert in vielen Fällen: Sind die Geschäftszahlen schlecht, verdient der Vorstand weniger. Exzesse und  erhebliche Gehaltssteigerungen in verlustreichen Jahren werden immer seltener, auch wenn die öffentliche Wahrnehmung, geprägt durch wenige Einzelfälle, hier momentan eine andere ist. Auch anders herum scheint die atmende Vergütung zu funktionieren: Adidas hat zum Beispiel 2016 seinen Gewinn um knapp 60 Prozent gesteigert, das Gehalt von Vorstandschef Rorsted stieg im selben Zeitraum um 47 Prozent“, sagt Kienbaum-Berater v. Preen.

Unternehmen halten ihr Gesamtbudget für Vorstandsgehälter konstant

Betrachtet man die Vergütung des Gesamtvorstands – also die Summe der Vergütungen aller Vorstandsmitglieder – sind die Gehälter im DAX weitestgehend konstant geblieben: 2015 hat ein DAX-Unternehmen im Schnitt 20,9 Millionen Euro für seine Vorstandsgehälter ausgegeben, 2016 waren es 21,1 Millionen Euro. Auch die Anzahl der Vorstandsmitglieder ist in etwa konstant geblieben: 2015 waren es im Schnitt 6,4 Mitglieder, 2016 6,3.

SAP-Chef ist Spitzenverdiener im DAX30

Das Ranking der Vorstandsgehälter im DAX30 ist in Bewegung: SAP-Chef Bill McDermott löst Daimler-Chef Dieter Zetsche als Spitzenverdiener im DAX ab. Knapp 13,4 Millionen Euro Jahresgehalt konnte McDermott für sich verbuchen, Zetsche erhielt 12,5 Millionen Euro. Auf Platz drei des Rankings landet der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post, Frank Appel, mit einer Gesamtdirektvergütung von knapp neun Millionen Euro. Schlusslicht ist Commerzbank-Chef Martin Zielke mit 1,5 Millionen Euro