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Mitarbeiter verdient weniger als Chef?

geschrieben von Lillster 
23.08.2012 07:44:46
Hi!

Ich habe mal eine etwas andere Frage:
Also ich bin Chef. Nun ist ein Mitarbeiter an mich herangetreten mit einem Gehaltswunsch. Vollkommen in Ordnung. Ist ein sehr guter Mitarbeiter, der sich im letzten Jahr in seiner Freizeit auch qualifizierend weitergebildet hat (teilfinanziert durch die Firma).

Nun liegt der Gehaltswunsch allerdings deutlich über meinem Gehalt (ca. 10%), generell ist es eine erbetene Gehaltssteigerung von etwa 20%.

Ich habe mir Bedenkzeit erbeten, da ich das ohnehin nicht allein entscheiden kann, habe auch angedeutet, dass eventuell nachverhandelt werden muss.

Trotzdem bin ich mir unsicher, wie ich damit umgehen soll.
Zum einen will ich den Mitarbeiter nicht vergrätzen oder gar verlieren, zum anderen bin aber ich derjenige, der schlussendlich die Verantwortung für alles trägt (und bei uns "fällt Scheiße nicht nach unten", sondern es rollen wirklich wenn dann die Köpfe der Vorgesetzten).

Was denkt ihr darüber?

Danke schon mal im Voraus!
23.08.2012 11:36:43
Meiner Meinung nach ist eine Gehaltssteigerung von 20% doch sehr ambitiniert - es sei denn der Mitarbeiter übernimmt deutlich mehr Verantwortung oder eine andere Stelle. Normal sind ja eher bis 5%, bei Berufseinsteigern vielleicht 10%. Sofern der Mitarbeiter nicht unersetzlich ist dürfte jeder Verständnis dafür haben, dass 20% auf einen Schlag 'too much' sind. Ich würde versuchen das dem Mitarbeiter klar zu machen und die Steigerung über mehrere Jahre zu verteilen.
05.09.2012 19:43:10
Hi zurück, ich finde es echt schön dass Du so über Deinen MA denkst, dass zeigt schon mal dass es Dir nicht NUR um Dich geht, und das "Scheiße" bei euch am richtigen Ort, nämlich bei der Verantwortlichkeit zur "Ausfaltung" kommt, das spricht widerum für Deine Vorgesetzten bzw. die GL, so werden Chefs gezwungen Ihre MA richtig zu führen bzw. zu erziehen! smiling smiley

Ich frage mich wovon Ihr ausgeht, 2000 oder 6000?
Macht er einen Job der Branchenüblich eventuell viel besser bezahlt wird und 20 Prozent brächten ihn dann erst vielleicht auf das normale Level?
Seine Leistung, übersteigt diese im Input (aus finanzieller Sicht) Deine Leistung?
Sprich: bringt er gut Geld ein? Wenn er es Wert ist sollte er es fast bekommen!! Natürlich so, dass weitere Steigerungsmöglichkeiten bleiben.

Was ich persönlich noch viel besser finde ist eine Splittung, also in diesem Fall z.B. im ersten Jahr (ca. 16%) zunächst 10% aufs Gehalt + 2 individuelle Einmalzahlungen bis 3-4% für nicht 'zu schwer' erreichbare Ziele, das motiviert mehr als sein Gehalt sicher zu wissen, und schützt vor dem Druck, wegen eines hohen Gehaltes in Stress zu geraten.

Dann, vorher schriftlich fixiert, nach z.B. 15 o. 18 Monaten noch mal 5% auf Festgehalt + individuelle Ez., dann hat er in 15 Monaten seine 20% in etwa zusammen.
So tut es beiden nicht sehr weh und sein finanzieller Druck verteilt sich über die Jahre und schafft mehr Geduld.

wenn er gut verdient hast Du vielleicht viele Jahre auch was davon.
Es ist großer Mist, wenn man nur Pappnasen als MA hat...

viel Erfolg
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