Gehalt Hochschulprofessor

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Wie hoch ist das Gehalt eines (Fach-)Hochschulprofessors (m/w)?

Die Entlohnung von verbeamteten Professoren und Juniorprofessoren an staatlichen Hochschulen in Deutschland erfolgt nach der Bundesbesoldungsverordnung W oder der älteren C-Besoldung. Seit 2005 kommt nur noch die Besoldungsordnung W zur Geltung, die prinzipiell zwischen drei Gruppen unterscheidet: W 1 (Juniorprofessur) sowie W 2 und W 3 (Besoldungsarten für alle anderen Arten von Professoren). Nach dem Urteil des Bundesverfassungerichtes vom 14. Februar 2012 wurde eine weitere Neuregelung notwendig. Der Gesetzgeber hat im Professorenbesoldungsneuregelungsgesetz festgelegt, dass die Bemessung des Grundgehaltes der Professorinnen und Professoren in den Besoldungsgruppen W2 und W3 in Stufen (Erfahrungszeiten jeweils sieben Jahre) zu erfolgen hat. Zum Grundgehalt kommen Leistungsbezüge hinzu, die individuell ausgehandelt werden.

Juniorprofessoren erhalten in der Vergütungsgruppe W1 eine Grundvergütung von 4.219 € – 4.899 € pro Monat (je nach Bundesland). Die weitere Gehaltsentwicklung führt über die Besoldungsgruppe W2 (4.967 € – 6181 €) in die Gruppe W3 (bis zu 7.869 €). Hinzu kommen Familienzuschläge (bei Heirat und Kindern) und leistungsabhängige Prämien, die bis zu 900 € pro Monat betragen können. Aufgrund des Beamtenstatus und der damit einhergehenden Befreiung von Sozialversicherungsbeiträgen verdient ein Hochschulprofessor netto bis zu 5.000 € pro Monat. Führungskräfte in der Wissenschaft profitieren darüber hinaus von einer „großzügigen Beamtenversorgung“ bei Pensionen und Krankenversicherung.

Wie hoch ist das Grundgehalt eines Juniorprofessors?

Das Grundgehalt für Juniorprofessuren variiert je nach Bundesland und erfolgt nach der Besoldungsgruppe W1. Das Grundgehalt bleibt in den meisten Bundesländern für die Dauer der Juniorprofessur gleich. Von Leistungszulagen können Juniorprofessoren meist nicht profitieren. Hingegen fallen jedoch keine Sozialabgaben, sonder lediglich Lohnsteuern an. Das führt zu vergleichsweise attraktiven Nettogehältern von ca. 3.500 €. Es bedeutet aber auch, dass sich Juniorprofessoren selbst kranken- und pflegeversichern müssen.

Besoldungstabelle: Grundgehälter nach Bundesland W1-Stufen

RegionGruppeStufeMonatsgehaltBesonderheitenGültigkeit
BundesebeneW 104.566 €01.02.2017 - 28.02.2018
Baden-WürttembergW 104.909 €Erste 3 Jahre: 8% weniger01.01.2018 - 31.12.2018
BayernW 104.549 €01.01.2018 - 31.12.2018
BerlinW 104.236 €Davon 200 € Zulage01.08.2018 - 31.07.2019
BrandenburgW 104.394 €Ab 01.01.2018
BremenW 104.364 €Ab 01.07.2018
HamburgW 104.406 €01.01.2018 - 31.12.2018
HessenW 104.220 €Ab 01.02.2018
Nordrhein-WestfalenW 104.438 €01.01.2018 - 31.12.2018
SaarlandW 104.332 €Erste 2 Jahre: 370 € wenigerAb 01.09.2018
SachsenW 114.538 €01.01.2018 - 31.12.2018
SachsenW 124.900 €Nach Zwischenevaluation01.01.2018 - 31.12.2018
Sachsen-AnhaltW 104.422 € 01.01.2018 - 31.12.2018
Schleswig-HolsteinW 104.371 € 01.01.2018 - 31.12.2018
ThüringenW 104.444 €Ab 01.01.2018

Welche Besoldungsgruppen gelten für Hochschulprofessoren?

Professoren an Hochschulen für Musik, Kunst und Theater, Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen werden nach den Besoldungsgruppen W2 und W3 vergütet. An Universitäten gibt es fast doppelt so viele W3-Professuren wie W2-Professuren. Dies richtet sich meist nach Größe des Lehrstuhls und Renommee und wird in der Stellenausschreibung angegeben. In den einzelnen Bundesländern variieren die Grundgehälter aufgrund unterschiedlichen Tarifanpassungen zum Teil deutlich. Aus den nachfolgenden Tabelle können Sie sich die W2- und W3- Grundgehälter nach Stufen und  Bundesland herausfiltern.

Besoldungstabelle: Grundgehälter nach W2- und W3-Stufen und Bundesland

RegionGruppeStufeMonatsgehaltGültigkeit
BundesebeneW 215.672 €01.02.2017 - 28.02.2018
BundesebeneW 226.006 €01.02.2017 - 28.02.2018
BundesebeneW 236.339 €01.02.2017 - 28.02.2018
BundesebeneW 316.339 €01.02.2017 - 28.02.2018
BundesebeneW 326.784 €01.02.2017 - 28.02.2018
BundesebeneW 337.229 €01.02.2017 - 28.02.2018
Baden-WürttembergW 206.182 €01.01.2018 - 31.12.2018
Baden-WürttembergW 307.017 €01.01.2018 - 31.12.2018
BayernW 215.646 €01.01.2018 - 31.12.2018
BayernW 225.877 €01.01.2018 - 31.12.2018
BayernW 236.223 €01.01.2018 - 31.12.2018
BayernW 316.683 €01.01.2018 - 31.12.2018
BayernW 326.914 €01.01.2018 - 31.12.2018
BayernW 337.202 €01.01.2018 - 31.12.2018
BerlinW 205.600 €01.08.2018 - 31.07.2019
BerlinW 306.422 €01.08.2018 - 31.07.2019
BrandenburgW 205.000 €Ab 01.01.2018
BrandenburgW 306.043 €Ab 01.01.2018
BremenW 204.968 €Ab 01.07.2018
BremenW 306.007 €Ab 01.07.2018
HamburgW 205.013 €01.01.2018 - 31.12.2018
HamburgW 306.056 €01.01.2018 - 31.12.2018
HessenW 215.298 €Ab 01.02.2018
HessenW 225.497 €Ab 01.02.2018
HessenW 235.697 €Ab 01.02.2018
HessenW 245.896 €Ab 01.02.2018
HessenW 256.096 €Ab 01.02.2018
HessenW 315.874 €Ab 01.02.2018
HessenW 326.096 €Ab 01.02.2018
HessenW 336.329 €Ab 01.02.2018
HessenW 346.561 €Ab 01.02.2018
HessenW 356.792 €Ab 01.02.2018
HessenW L206.428 €Ab 01.02.2018
HessenW L307.869 €Ab 01.02.2018
Nordrhein-WestfalenW 205.841 €01.01.2018 - 31.12.2018
Nordrhein-WestfalenW 306.452 €01.01.2018 - 31.12.2018
SaarlandW 205.552 €Ab 01.09.2018
SaarlandW 306.468 €Ab 01.09.2018
SachsenW 215.563 €01.01.2018 - 31.12.2018
SachsenW 225.846 €01.01.2018 - 31.12.2018
SachsenW 236.128 €01.01.2018 - 31.12.2018
SachsenW 246.483 €01.01.2018 - 31.12.2018
SachsenW 316.267 €01.01.2018 - 31.12.2018
SachsenW 326.639 €01.01.2018 - 31.12.2018
SachsenW 337.011 €01.01.2018 - 31.12.2018
SachsenW 347.465 €01.01.2018 - 31.12.2018
Sachsen-AnhaltW 205.819 € 01.01.2018 - 31.12.2018
Sachsen-AnhaltW 306.459 € 01.01.2018 - 31.12.2018
Schleswig-HolsteinW 205.731 € 01.01.2018 - 31.12.2018
Schleswig-HolsteinW 306.489 € 01.01.2018 - 31.12.2018
ThüringenW 205.706 €Ab 01.01.2018
ThüringenW 306.099 €Ab 01.01.2018

Welche Besoldungsgruppen gelten für Fachhochschulprofessoren?

Fachhochschulprofessoren können ebenfalls nach W2 oder W3 vergütet werden. Allerdings ist die Stufe W3 dort die absolute Ausnahme. Wie an Universitäten sind zusätzliche Leistungsbezüge möglich, doch der Verhandlungsspielraum ist kleiner.

Welche Leistungszulagen gibt es?

Im Bundesbesoldungsgesetz wird grundsätzlich zwischen A) Berufungs- und Bleibe-Leistungsbezügen, B) besonderen Leistungsbezügen und C) Funktionsleistungsbezügen unterschieden:

Berufungs- und Bleibe-Leistungsbezüge: Diese werden gewährt, wenn eine Hochschule besonderes Interesse daran hat, einen bestimmten Professor zu halten oder anzuwerben. Die entsprechenden monatlichen oder einmaligen Zahlungen werden individuell verhandelt

Besondere Leistungsbezüge: Diese werden z.B. für besonders hohe Drittmitteleinwerbungen, Publikationen oder eine hohe Anzahl an Prüfungen/Studenten gewährt und richten sich nach der jeweiligen Besoldungsordnung der Länder

Funktionsleistungsbezüge: Gelten für Rektoren, Präsidenten und Dekane und sind je nach Hochschule in festen Sätzen geregelt oder frei verhandelbar

Eine Erhöhung der W-Grundgehälter führt jedoch meinst auch zu einer sog. Konsumption von Leistungszulagen. Dies bedeutet, dass die Leistungszulagen bei einer geänderten Besoldung nicht einfach hinzuaddiert werden, sondern nach einem in der jeweiligen Landes- und Bundesbesoldungsordnung festgelegten Schlüssel verrechnet werden.

Liestungszulagen sind nichtzu 100% ‚ruhegehaltsfähig‘. Dies bedeutet, dass meist nur rund 40% der zusätzlichen Bezüge neben dem Grundgehalt bei späteren Pensionen angerechnet werden. Die genauen Prozentsätze sind jedoch Gegenstand von individuellen Vertragsverhandlungen.

Bis zu welchem Alter kann man verbeamtet werden?

Für die Verbeamtung auf Lebenszeit haben Bund und Länder meist eine Altershöchstgrenze definiert. Wer nach Erreichen der Höchstgrenze zum Professor berufen wird, bleibt meist im Angestelltenverhältnis beschäftigt und muss Beiträge ins Sozialversicherungssystem einzahlen.

Tabelle: Altersgrenze für Verbeamtung

BundeslandHöchstgrenze
Bundesbehörden40 Jahre
Berlin50 Jahre
Hessen50 Jahre
Sachsen47 Jahre
Brandenburg47 Jahre
Bayern45 Jahre
Hamburg45 Jahre
Niedersachsen45 Jahre
Rheinland-Pfalz45 Jahre
Sachsen-Anhalt45 Jahre
Schleswig-Holstein45 Jahre
Mecklenburg-Vorpommern40 Jahre
Bremen40 Jahre
Saarland40 Jahre
Thüringen47 Jahre

Wie stehen deutsche Professoren beim Verdienst im Vergleich zum Ausland da?

Eine durchschnittliche Professur kostet die Länder gegenwärtig rund 80.000 € pro Jahr. Laut dem deutschen Hochschulverband verdient ein Professor in Hessen durchschnittlich am meisten: bis zu 94.000 € Grundgehalt -, einer in Bremen am wenigsten:72.000 €. In den USA bekommt ein erstmals berufener Professor an einer international renommierten Universität hingegen gleich zum Einstieg etwa 95.000 bis 110.000 US $. Ein Professor für Rechtswissenschaften verdient nach Angaben des Chronicle of Higher Education im Schnitt 144.600 US $ und liegt damit deutlich vor anderen Fachrichtungen wie z.B. Biomedizin (98.000 US $). In der Schweiz sind an Elite-Unis wie der Hochschule St. Gallen oder der ETH Zürich Professorengehälter von 130.000 € pro Jahr drin. Im Zuge der Etablierung von Elite-Universitäten in Deutschland wurden auch hierzulande Forderungen laut, dass Professoren, die in der „Bundesliga“ der deutschen Wissenschaft mitspielen, mit 150.000 € bis 200.000 Euro entlohnt werden sollten.

Doch Geld ist nicht alles – eine Professur bietet interessante Aufgabenstellungen und hohe Freiheitsgrade. Letztere können auch für Nebentätigkeiten wie z.B. Beratungsaufträge aus der Wirtschaft genutzt werden, die engagierten deutschen Professoren im Durchschnitt noch einmal geschätzte 20.000 € bis 30.000 € jährlich an zusätzlichen Einnahmen bringen. Grundsätzlich dürfen deutsche Professoren durch Nebentätigkeiten unbeschränkt hinzuverdienen.

Wie hoch ist das Gehalt der deutschen Hochschulrektoren?

Die Rektoren von deutschen Hochschulen verdienten in den vergangenen Jahren mehr als jemals zuvor. So ist die Stelle des Rektors der RWTH Aachen laut dem Blog „Nachdenkseiten“ des früheren Staatssekretärs für Wissenschaft in NRW, um fast drei Viertel höher besoldet als in den Vorjahren.

Verdiente der Rektor in der Gehaltsgruppe B6 für Spitzenbeamte bis zum Jahr 2004 noch 88.640 Euro pro Jahr, seien es 2012 bereits 152.528 Euro gewesen. Der Rektor der Universität Bielefeld, Gerhard Sagerer, hat demnach im Jahr 2012 hingegen 116.758 Euro verdient. Dabei stammen davon 23.001 Euro aus einer Funktionszulage. Aber auch die Rektoren in Paderborn, Wuppertal, Siegen, Dortmund, Köln oder Düsseldorf verdienten laut dem Blog mit einem Gehalt zwischen 130.000 Euro und 136.000 Euro im Jahr 2012 nicht schlecht. Fachhochschulrektoren verdienen mit einem durchschnittlichen Einkommen von 100 000 Euro signifikant weniger. Der Rektor der Fachhochschule Köln verdient hingegen als Ausnahme 133.781 Euro. Ausnahmen seinen nämlich gestattet, auch wenn die Grenze von 133.000 Euro pro Jahr als Gehalt in der Besoldungsgruppe B10 grundsätzlich nicht überschritten werden soll. Möchte man als Universitätspräsidenten jedoch unbedingt eine bestimmte Person gewinnen oder halten, dann gilt die Ausnahme.

Die Rektoren von deutschen Hochschulen verdienen in den vergangenen Jahren mehr als jemals zuvor. So ist die Stelle des Rektors der RWTH Aachen laut dem Blog „Nachdenkseiten“ des früheren Staatssekretärs für Wissenschaft in NRW, um fast drei Viertel höher besoldet als noch 2004.
Verdiente der Rektor in der Gehaltsgruppe B6 für Spitzenbeamte bis zum Jahr 2004 noch 88 640 Euro pro Jahr, seien es 2012 bereits 152 528 Euro gewesen.Der Rektor der Universität Bielefeld, Gerhard Sagerer, hat demnach im Jahr 2012 hingegen 116 758 Euro verdient. Dabei stammen davon 23 001 Euro aus einer Funktionszulage. Aber auch die Rektoren in Paderborn, Wuppertal, Siegen, Dortmund, Köln oder Düsseldorf verdienten laut dem Blog mit einem Gehalt zwischen 130.000 Euro und 136.000 Euro im Jahr 2012 nicht schlecht.

Fachhochschulrektoren verdienen mit einem durchschnittlichen Einkommen von 100.000 Euro signifikant weniger. Der Rektor der Fachhochschule Köln verdient hingegen als Ausnahme 133.781 Euro. Ausnahmen seinen nämlich gestattet, auch wenn die Grenze von 133.000 Euro pro Jahr als Gehalt in der Besoldungsgruppe B10 grundsätzlich nicht überschritten werden soll. Möchte man als Universitätspräsidenten jedoch unbedingt eine bestimmte Person gewinnen oder halten, dann gilt die Ausnahme.

Quellen: Bundesbesoldungsgesetz, Wikipedia, Der Tagesspiegel, Forschung & Lehre, Hochschulverband

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