Küchenchef

Was verdient ein …
in

27.784 € 30.638 € 36.167 €

25%
Mittelwert*
25%

Jahresbrutto bei 40h. Woher sind die Daten?

Berufserfahrung:

Wie hoch ist das Gehalt eines Küchenchefs (m/w)?

Die Arbeit als Küchenchef oder Küchenchefin gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben in einem gastronomischen Betrieb. Der Arbeitskraft unterliegt die Leitung einer gesamten Küche mit allen Aufgaben und Mitarbeitern. Zum Küchenchef können erfahrene Mitarbeiter nach Jahren ernannt werden, ansonsten kann durch eine gezielte Weiterbildung als (IHK-)Küchenmeister/-in auf diesen Beruf hingearbeitet werden. Der Wert dieser anspruchsvollen und vielseitigen Tätigkeit spiegelt sich auch im Gehalt wider, wobei sich große Unterschiede durch die Arbeitsregion und das Renommee des Arbeitgebers zeigen.

Tabelle: Tarifliches Entgelt (Mindestlohn) für einen Küchenchef im Hotel- und Gastrogewerbe

RegionMonatslohnGültig abKommentar
Baden-Württemberg 2.697 €1.3.2018mit weniger als 4 Köchen
Baden-Württemberg 2.824 €mit mindestens 4 Köchen
Baden-Württemberg 3.010 €mit Brigade
Baden-Württemberg 2.737 €1.1.2019mit weniger als 4 Köchen
Baden-Württemberg 2.866 €mit mindestens 4 Köchen
Baden-Württemberg 3.055 €mit Brigade
Bayern 3.068 €1.6.2018mit Ausbildereignungsprüfung
Bayernfreie Vereinbarungmit Partiechefs
Bayern 3.130 €1.5.2019mit Ausbildereignungsprüfung
Bayernfreie Vereinbarungmit Partiechefs
Berlinfreie Vereinbarung
Brandenburgfreie Vereinbarung
Bremen 2.635 €mit bis zu 5 Köchen/Köchinnen
Bremen 2.828 €mit mehr als 5 gelernten Köchen/innen
Hamburg 2.360 €
Hessen 3.240 €BG 9.1
Hessen 3.516 €BG 9.2*
Mecklenburg-Vorpommern 2.136 €1.12.2017
Mecklenburg-Vorpommernfreie Vereinbarung
Mecklenburg-Vorpommern 2.179 €1.6.2018
Mecklenburg-Vorpommernfreie Vereinbarung
Niedersachsen 2.786 €
Nordrhein-Westfalen 3.145 €mit bis zu 10 Mitarbeitern
Nordrhein-Westfalenfreie Vereinbarungmit mehr als 10 Mitarbeitern
Rheinland-Pfalz 2.451 €im 1.+2. Beschäftigungsjahr
Rheinland-Pfalz 2.535 €ab dem 3. Beschäftigungsjahr
Saarlandfreie VereinbarungMindestens 150 % der BG 3.1 (1.816,00)
Sachsenfreie Vereinbarung
Sachsen-Anhalt 2.630 €1.9.2017
Sachsen-Anhalt 2.670 €1.7.2018
Schleswig-Holstein 2.385 €
Thüringen 2.886 €
Ostfriesische Inseln 2.418 €BG 6
Ostfriesische Inseln 2.697 €mit Küchenbrigade
Weser-Ems / Oldenburg 2.226 €BG 6
Weser-Ems / Oldenburg 2.454 €mit Küchenbrigade

Sind die Gehaltseinnahmen für den Küchenchef tariflich geregelt?

Der Verdienst als Küchenchef/-in ist bundesweit tariflich geregelt. Es handelt sich um ein etabliertes Berufsbild, das durch den Branchenverband DEHOGA (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) abgedeckt wird. Der Verband ist außerdem Verhandlungspartner bei den Tarifgesprächen, die jeweils für ein Bundesland durchgeführt werden. Die Verdienstmöglichkeit als Küchenchef ist somit von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Die Unterschiede des tariflich zugesicherten Lohns fallen erheblich aus. So verdient seit Mai 2016 ein Küchenchef in Nordrhein-Westfalen bei 169 Wochenarbeitsstunden nach dem Tarifvertrag NRW einen Bruttolohn von 3.059 Euro monatlich. Der Tarifvertrag für das Hotel- und Gaststättengewerbe in Sachsen sichert Beschäftigten hingegen nur einen Bruttoverdienst von 2.095 Euro zu. Tendenziell lässt sich in den ostdeutschen Bundesländern erkennbar weniger als im Westen verdienen, außerdem gibt es wie im Hotel- und Gaststättengewerbe üblich ein Nord-Süd-Gefälle.

Das Gehalt als Küchenchef in Deutschland – eine Übersicht

Werden alle Tarifverträge und weiteren Aspekte der Anstellung berücksichtigt, ergibt sich für einen Küchenchef oder eine Küchenchefin in Deutschland ein durchschnittliches Gehalt zwischen 2.200 und 2.500 Euro im Monat. Die Plattform Ausbildung.de setzt mit 2.200 Euro als Durchschnittslohn eher niedrig an. Hierbei wird auf die Tatsache verwiesen, dass viele Küchenchefs als klassischer Koch begonnen haben und im gleichen Betrieb mit ausreichend Berufserfahrung zum Küchenchef ernannt wurden.

Nach praktischer Auswertung gezahlter Gehälter in diversen Branchen durch das Nachrichtenmagazin Focus im Jahr 2015 wurde das Durchschnittsgehalt auf 2.400 Euro brutto abgeschätzt. Der Wert wird für kleinere Hotel- und Gastronomiebetriebe mit höchstens 500 Mitarbeitern angegeben. Bei größeren und namhaften Ketten gibt das Magazin Verdienstmöglichkeiten von 3.000 Euro und mehr an.

Höher fallen die Zahlen aus, die 2013 von einer Studie der BBE Media erstellt und beispielsweise vom Portal Hotelcareer präsentiert wurde. Bei kleineren Restaurants wurde in der „Großen Gehaltsstudie Gastronomie 2013“ ein Durchschnittsgehalt von 2.768 Euro genannt. Die mit oben vergleichbaren Einnahmen von 2.378 Euro wurden dem Sous-Chef als Stellvertreter bzw. Leiter einer Abteilung in der Küche zugeteilt.

Von welchen Faktoren hängt die Gehaltshöhe ab?

Eine der wichtigsten Faktoren ist die Region, wie oben durch die verschiedenen Tarifverträge verdeutlicht wurde. Auch Größe und Renommee des Hotels sind entscheidend, ein Einzelbetrieb mit weniger Mitarbeitern hat finanziell weniger Spielraum als eine international angesehene Hotelkette mit Restaurant. Ein besonders wichtiger Faktor, der stärker als in anderen Berufen des Hotel- und Gaststättengewerbes eine Rolle spielt, ist die Berufserfahrung. So gibt die Plattform Lohnanalyse bei wenigstens 30 Arbeitsstunden in der Woche und eine Berufserfahrung von 20 Jahren ein Bruttojahresgehalt von 42.000 Euro an. Umgerechnet wären dies 3.500 Euro pro Monat und somit eine Verdienstaussicht, die weit über die obigen Zahlen hinausgeht. Weitere Einflussfaktoren werden im Folgenden genauer betrachtet.

Wie unterscheidet sich das Gehalt von Männern und Frauen?

Nicht nur in der Hotel- und Gastronomiebranche sind Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern üblich. Einen guten Anhaltspunkt liefert die Plattform ECareer  mit ihrer Auswertung von in der Praxis ausgezahlten Gehältern. So kommen Frauen laut Webseite auf einen monatlichen Durchschnittsverdienst von 1.793 Euro, während Männer im Durchschnitt 2.657 Euro verdienen. ECareer liefert außerdem einen Gesamtdurchschnitt für den Gehalt als Küchenchef von 2.593 Euro. An diesen Zahlen wird deutlich, wie die Tätigkeit durch männliche Arbeitskräfte dominiert wird und wie wenig Frauen diese führende Position in deutschen Restaurants und Hotels einnehmen.

Auch die Auswertung des Focus aus dem Jahr 2015 nimmt eine geschlechtliche Unterscheidung vor, die jedoch nicht so radikal ausfällt. Frauen liegen hier im Durchschnittseinkommen bei 2.270 Euro, Männer bei 2.756 Euro. Im Gesamtdurchschnitt machen 2.638 Euro weiterhin die Dominanz der Männer in diesem Berufsbild deutlich.

Wie spielen die Sterne des Restaurants in die Bezahlung ein?

Das Ansehen eines Hotels oder Restaurants spielt bei der Anstellung von Küchenchefs eine wesentliche Rolle. Steigt die Anzahl der Sterne, wird eine gehoben geführte Küche erwartet und die Verdienstmöglichkeiten des Küchenchefs bzw. der Küchenchefin steigen. Handelt es sich um ein 3 bis 4 Sterne-Hotel, steigen die Durchschnittsgehälter auf 3.423 Euro brutto im Monat. Bei einem 5-Sterne-Hotel wurden Küchenchefs sogar 4.643 Euro Bruttomonatsgehalt gezahlt.

1-3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Commis de Cuisine1.352 €1.480 €1.700 €
Demi Chef de Partie-1.613 €1.643 €
Chef de Partie1.857 €2.083 €2.319 €
Souschef2.378 €2.672 €3.089 €
Küchenchef2.768 €3.4.23 €4.643 €

QUELLE: BBDE Media und Konen & Lorenzen Recruitment

Lassen sich durch eine Weiterbildung die Gehaltsaussichten steigern?

Bei der Tätigkeit als Küchenchef handelt es sich bereits um eine Arbeit, die nach einer Weiterbildung und entsprechender Berufserfahrung ausgeübt wird. Eine weitere Möglichkeit, durch Fortbildung das Gehalt zu steigern, gibt es mit Ausnahme besonderer Spezialisierungen deshalb nicht. Im Vorfeld wird fast immer die dreijährige Lehre als Koch absolut, um anschließend mit vielen Jahren Berufserfahrung eine leitende Position in der Küche einzunehmen. Effektiv können Interessenten nur auf zwei Weisen ihr Gehalt steigern, um dem Job als Küchenchef lukrativer nachzugehen. Entweder sie wechseln in ein Bundesland, in dem ihnen tariflich ein höherer Lohn zugesichert ist. Oder die persönlichen Qualifikationen reichen für eine Anstellung in einem höheren Sterne-Bereich.

Was ist Ihr Marktwert?

Pauschale Aussagen zum individuellen Gehalt bleiben schwer, denn neben persönlicher Qualifikation, Erfahrung und Aufgabe/Verantwortung spielen auch die Größe, die Branche und die Region des Arbeitgebers eine wichtige Rolle. Um diese Parameter zu berücksichtigen, haben wir einen Gehaltsrechner entwickelt, mit dem Sie sich kostenlos Ihre individuelle Gehaltsanalyse erstellen können. Sie erhalten im Anschluss sofort eine E-Mail mit dem Link zu Ihrer PDF-Broschüre mit individueller Auswertung, Vergleichswerten aus unserer Datenbank und Tipps rund um das Thema Gehalt.

Die Gehaltsdaten stammen aus unserer eigenen Datenbank und basieren auf der statistischen Auswertung von 100.000enden Datensätzen. Dabei nutzen wir neben den Endverbraucher-Eingaben auf Gehaltsreporter.de und Partnerwebsites (wie hays.de) auch Ist-Gehaltsdaten von Unternehmen. An die Unternehmensdaten gelangen wir durch unsere Kooperationen mit Baumgartner & Partner (Vergütungsberatung) und das Joint Venture HR Online Manager (Compensation Online). Weitere Details zu unseren Methoden und Berechnungsgrundlagen.

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