Neuste Gehälter:
Geschäftsführer: 55 Jahre, Ausbildung, 70.000 €
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Lagerist: 35 Jahre, Ausbildung, 42.000 €
IT Consultant: 24 Jahre, Bachelor, 48.000 €
Software und Anwendungs Entwickler: 40 Jahre, Master, 84.000 €
Kaufmännischer Leiter: 46 Jahre, Bachelor, 79.300 €
Logistik Solution engineer: 28 Jahre, Bachelor, 42.000 €
HR Business Partner: 30 Jahre, Master, 75.600 €
Disponent: 31 Jahre, Ausbildung, 43.404 €
Sachbearbeiter: 21 Jahre, Ausbildung, 27.000 €
HR Operations Team Leader: 30 Jahre, Bachelor, 47.256 €
SPS Programmierer: 32 Jahre, Ausbildung, 50.280 €
Industriekaufmann: 29 Jahre, Ausbildung, 21.000 €
Entwicklungsingenieur: 34 Jahre, Promotion, 62.400 €
Werbetechniker: 30 Jahre, Keine Ausbildung, 44.400 €
Business intelligence Specialist: 32 Jahre, Master, 60.000 €
Geschäftsführer: 39 Jahre, Master, 72.800 €
Logopäde: 33 Jahre, Ausbildung, 26.400 €
Vertriebsinnendienst: 30 Jahre, Ausbildung, 32.400 €
Prokurist: 36 Jahre, Master, 57.000 €
SAP Berater: 33 Jahre, Bachelor, 48.000 €
SAP Berater: 24 Jahre, Ausbildung, 20.400 €
Systemadminstator: 32 Jahre, Ausbildung, 36.000 €
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Bauzeichner: 52 Jahre, Ausbildung, 33.600 €
Projektassistent Qualität: 25 Jahre, Master, 36.000 €
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Projektleiter: 49 Jahre, Ausbildung, 73.596 €
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Teamleiter: 37 Jahre, Master, 83.300 €
Bilanzbuchhalter: 40 Jahre, Ausbildung, 60.000 €
Software und Anwendungs Entwickler: 40 Jahre, Promotion, 60.000 €
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Bilanzbuchhalter: 51 Jahre, Ausbildung, 91.000 €
Active Sourcing Specialist: 24 Jahre, Ausbildung, 32.400 €
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Geschäftsführer: 40 Jahre, Ausbildung, 120.000 €
Wirtschaftsingenieur: 45 Jahre, Master, 65.000 €
Aktuar: 29 Jahre, Master, 58.800 €
Maschinenbautechniker: 27 Jahre, Ausbildung, 37.200 €
Lohn- und Gehaltsbuchhalter: 49 Jahre, Ausbildung, 45.000 €
Teamleiter: 37 Jahre, Master, 130.000 €

Gehaltsnews

Steuerfreie Arbeitgeberleistungen: Geänderte Rechtsprechung eröffnet neue Möglichkeiten

Steuerfreie Arbeitgeberleistungen sind seit geraumer Zeit ein Mittel, um verdiente Mitarbeiter zu belohnen. Klassischerweise werden hierfür Sachleistungen gewährt. Beispielsweise Job-Tickets, Fitnessstudio-Mitgliedschaften oder Dienst-Laptops stehen hoch im Kurs. Bislang mussten diese Leistungen allerdings zusätzlich zum geschuldeten Gehalt gezahlt werden. Dies hat sich jetzt geändert, wodurch neue Möglichkeiten entstehen. 

Das Zusätzlichkeitskriterium einfach verständlich erklärt

Gehaltserhöhungen sind in vielen Fällen sowohl für Arbeitnehmer wie auch für Arbeitgeber nicht vorteilhaft. Hierzu ein Beispiel: Person A verdient 3000 Euro brutto monatlich. Sie erhält eine Gehaltserhöhung von 100 Euro. Durch die höheren Sozialabgaben zahlt der Arbeitgeber jedoch faktisch 119 Euro mehr. Person A bekommt durch die Steuerprogression und die sonstigen Abgaben netto nur 53 Euro von den 100 Euro.

Hätte das Unternehmen stattdessen als steuerfreie Arbeitgeberleistung beispielsweise ein Jobticket in Höhe von 80 Euro gekauft, hätten beide Seiten mehr davon gehabt. Umgekehrt gilt dies ebenfalls: Hätte der Arbeitgeber den Lohn um 80 Euro reduziert und dafür das Job-Ticket bezahlt, würden beide Seiten erneut profitieren. Der Arbeitnehmer hätte durch die sinkende Abgabenlast im Zusammenspiel mit dem Ticket ein höheres Netto-Gehalt. Der Arbeitgeber hätte weniger Abgaben bezahlen müssen. Bislang war diese Variante jedoch verboten.

An dieser Stelle kommt das Zusätzlichkeitskriterium ins Spiel: Bislang hat der Bundesfinanzhof (BHF) die Auffassung vertreten, dass steuerfreie Arbeitgeberleistungen freiwillig und zusätzlich (daher der Name des Kriteriums) vergeben werden müssen. Eine Umwandlung des geschuldeten Gehalts in eine solche Leistung sei nicht zusätzlich. Im Herbst 2019 revidierte der BHF jedoch diese Entscheidung: Wenn eine Leistung dem Arbeitnehmer vertragsrechtlich zusteht, kann hierfür ein Teil des Gehalts umgewandelt werden.

Auch hierfür sei ein einfaches Beispiel gegeben: Person A hat einen Vertrag, in dem niedergelegt ist, dass der Arbeitgeber für die Kosten des Arbeitswegs aufkommt. Diese Kosten würden über das Gehalt abgeglichen. Durch die geänderte Rechtsprechung darf der Arbeitgeber jetzt (mit Zustimmung des Arbeitnehmers) einen Teil des Gehalts für das Job-Ticket nutzen. Aus der steuerpflichtigen Gehaltszahlung ist eine von Abgaben befreite Leistung geworden.

BHF hat sein Urteil sehr offen formuliert

Die neuen Möglichkeiten, die sich durch das geänderte Urteil ergeben, sind groß. Hierfür ist der sehr offen formulierte Richterspruch verantwortlich. Auch allgemein gehaltene Klauseln können für eine Gehaltsumwandlung genutzt werden. Als Beispiel: In allen Arbeitsverträgen steht, dass der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht für die Gesundheit des Arbeitnehmers nachkommen wird. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Diese Passage lässt sich beispielsweise auslegen, um die Bezahlung einer Fitnessstudio-Mitgliedschaft zu rechtfertigen.

Voraussetzungen für die Gehaltsumwandlung in eine steuerfreie Arbeitgeberleistung

Allerdings gilt, dass bestimmte Voraussetzungen für die steuerfreie Arbeitgeberleistung erfüllt werden müssen, um von dem neu definierten Zusätzlichkeitskriterium. Dabei handelt es sich grundsätzlich um die Beschränkungen, die auch für freiwillig gegebene Arbeitgeberleistungen ohne Abgabepflicht gelten:

  • Die Zuwendung muss vor der ersten vertraglichen Fälligkeit des Gehalts vereinbart worden sein. Bestandsverträge können also nicht nachträglich angepasst werden. Neue Verträge dürfen hingegen entsprechend ausgestaltet werden.
  • Die steuerfreie Leistung muss verwendungs- bzw. zweckgebunden sein. Der Arbeitgeber darf beispielsweise nicht Gutscheine von Onlineshopping-Portalen ausgeben.
  • Die Leistung muss vom Arbeitnehmer „ernsthaft gewollt“ und langfristig wirksam sein. Dies ist eine Schutzklausel, die verhindern soll, dass das Gehalt gegen den Willen des Angestellten umgewandelt wird.
  • Die Leistung muss arbeitsrechtlich zulässig sein. Kriminelle Aktivitäten dürfen beispielsweise nicht bezahlt werden.
  • Es darf keine Rückfallklausel geben: Der Arbeitgeber kann sich nicht dafür entscheiden, die Zusatzleistung zu streichen und doch lieber wieder einen höheren Bruttolohn zu bezahlen.

Fazit: Weniger ist mehr

Interessant ist die Änderung des Zusätzlichkeitskriteriums vor allem für Personen, die einen neuen Vertrag abschließen. Sie können in den Verhandlungen bewusst auf bestimmte Sachleistungen anstelle des Gehalts drängen und erwarten, beim Arbeitgeber auf offene Ohren zu stoßen. Schließlich gilt jetzt für beide Seiten: Weniger ist mehr.

 

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