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Welche 10 Argumente Sie in Gehaltsverhandlungen unbedingt vermeiden sollten

Welches sind die häufigsten Fehler in Gehaltsverhandlungen? Auf diese Frage lassen sich zusammenfassend zwei Fehlerursachen nennen: A) Zu sehr aus der eigenen Perspektive heraus argumentieren, statt den Nutzen für die Firma in den Mittelpunkt zu stellen. B) Den Chef erpressen oder in Verlegenheit bringen, statt Ihn als Partner zu gewinnen. Um Ihnen das Ganze etwas anschaulicher zu erläutern, haben wir in der folgenden Tabelle die 10 schlimmsten (aber sehr häufigen) Fauxpas in Gehaltsverhandlungen zusammengefasst:

Tabelle: Die 10 schlimmsten Fauxpas in Gehaltsverhandlungen

Ihr Argument …… und dessen Folgen
„Wo wir hier gerade einmal in Ruhe
privat zusammensitzen: Ich wollte
Sie schon lange …“
Gehaltsfragen gehören grundsätzlich ins Büro. Das
gute Verhältnis zum Chef kann dauerhaft gestört
werden, da Privates und Dienstliches von Ihnen nicht
unterschieden wird.
„Alles wird teurer: Heizkosten, Strom, …“ „Ich habe da gerade so einen privaten, finanziellen Engpass …“Es gibt Argumente, die Sie nie benutzen sollten, auch
wenn das eine oder andere auf den ersten Blick der
Auslöser für Ihren Wunsch nach mehr Gehalt gewesen
sein sollte. Vermeiden Sie Mitleids- oder
Bedürftigkeitsargumente. Auch Vergleiche mit Kollegen
sind tabu. Die Firma ist kein Sozialamt, das für Ihren
Lebensunterhalt einspringt.
„Ich komme mit dem Gehalt einfach
nicht aus.“
Ihr Chef denkt sich, dass Sie nicht mit Geld umgehen
können und daher auch für höhere Positionen
ungeeignet sind.
„Wenn ich jetzt eine
Gehaltserhöhung bekomme, werde
ich ab sofort richtig ranklotzen.“
Ihr Chef erwartet, dass Sie unabhängig vom Gehalt
volle Leistung bringen. Extrinsische Motivatoren wie
mehr Gehalt bringen nur kurzfristige Verbesserungen.
„Ich hatte schon seit zwei Jahren
keine Gehaltserhöhung mehr.“
Schlechte Argumentation in der privaten Wirtschaft:
Das Prinzip, dass die Vergütung mit den Dienstjahren
wächst, gilt nur bei Beamten. Wer mehr Geld will, muss
auch mehr leisten!
„Entweder mehr Gehalt – oder ich
suche mir einen neuen Job.“
Klingt frustriert und ist riskant:. Besser rhetorisch
kontern, z.B. „Ich kenne meinen Marktwert und würde
diesen am liebsten in dieser Firma bekommen.“
„Am Markt könnte ich das Doppelte
für meinen Job bekommen. Ich
gebe mich nur mit 20 Prozent mehr
zufrieden.“
Unrealistisch und völlig überzogene Forderung. Ihre übrigen Argumente werden auch nicht
mehr als verlässlich wahrgenommen.
Gehaltsforderungen sollten angemessen sein. Nur wer
weiß, was in vergleichbaren Positionen gezahlt wird,
hat eine Vorstellung davon, was er für seine Arbeit
verlangen kann bzw. was seine Arbeit überhaupt wert
ist. Wer halsstarrig an seinen Forderungen klebt, nimmt
sich die Möglichkeit zu vielleicht gar nicht mal so
schlechten Kompromissen – und hinterlässt schnell
einen negativen Nachgeschmack.
„Ich weiß, dass Kollege X pro Jahr
4.000 Euro mehr verdient.“
Es wird Ihren Chef ziemlich nerven, dass Sie sich mit
Kollegen über die Gehälter austauschen. Das
Vertrauen wird zerstört.
„Ich arbeite deutlich mehr als die
Kollegen und verdiene daher auch
mehr Gehalt.“
Sie zeigen ein unkollegiales Verhalten und lösen damit
Zweifel an Ihrer Teamfähigkeit aus. Bei Ihrem Chef
entsteht möglicherweise die Befürchtung, dass Sie das
Arbeitsklima verschlechtern.
„Mehr Geld – oder ich mache Dienst
nach Vorschrift ohne Überstunden
etc.“
Erpressen Sie niemals Ihren Chef in der
Gehaltsverhandlung! Wenn er wählen kann, was er
lieber verliert, einen guten Mitarbeiter oder sein Gesicht
– er wird sich gegen Sie entscheiden! Setzen Sie
positive Erwartungen in ihn, etwa: „Gerne würde ich
weiter mit ganzer Kraft für Ihre Firma arbeiten. Ich
vertraue auf Ihre Urteilsfähigkeit, auch in der
Gehaltsfrage. Also …“

Was ist Ihr Marktwert?

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