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Gehalt Arzt (m/w)

Wer verdient was? > Ärzte > Arzt (m/w)

Was verdient ein Arzt und was sind die wichtigsten  Bestimmungsfaktoren für das Gehalt als Arzt? Gehaltsreporter nennt Zahlen und Fakten zum Einstiegsgehalt und der weiteren Verdienstentwicklung eines Arztes (z.B. als niedergelassener Arzt mit eigener bzw. in einer Gemeinschaftspraxis, im Ausland, im Krankenhaus). Darüber hinaus unterstützen wir Sie mit passenden Stellenanzeigen (z.B. auch im Ausland als Arzt in Zürich) auf dem Weg zu Ihrem Wunschjob.

Wie sind die Verdienstaussichten als Arzt?

Früher garantierte ein Medizinstudium den Weg zum Wohlstand. Heute verdienen selbst Chefärzte deutlich weniger. Grund zur Sorge besteht jedoch noch nicht.

Die Fakten:  Im Jahr 2016 wurden in Deutschland rund 370.000 berufstätige Ärzte gezählt, mehr als dreimal so viele wie 1960. Das Durchschnittsalter niedergelassener (selbständiger) Ärzte lag dabei bei 52 Jahren, das von Krankenhausärzten bei 42 Jahren. Da in den letzten Jahren rund 77.000 Mediziner in den Ruhestand gegangen sind, werden Ärzte gesucht und können sich immer öfter aussuchen, wo und für wen sie arbeiten.

Beim Thema Gehalt ist grundsätzlich zwischen angestellten Ärzten an öffentlichen, privaten und Unikliniken sowie niedergelassenen, selbständigen Ärzten zu unterscheiden. Pauschal läßt sich zusammenfassen, dass angestellte (Assistenz-)Ärzte mit rund 55.000 Euro plus Zulagen starten und sich bis auf durchschnittlich 285.000 € als Chefarzt steigern können (Kienbaum Studie). Niedergelassene Fachärzte weisen laut den im 4-jährigen Turnus durchgeführten Erhebungen des statistischen Bundesamtes monatliche Reinerträge zwischen rund 11.500 € (Allgemeinarzt) und ca. 25.250 Euro (Radiologe) aus. Somit liegen Mediziner weiterhin im Spitzenfeld der Einkommen in Deutschland.

Was verdienen niedergelassene Ärzte mit eigener Praxis je nach Fachrichtung?

Das Einkommen eines niedergelassenen Arztes setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: Einerseits aus den Zahlungen der gesetzlichen Krankenkassen, die derzeit je nach Region unterschiedlich ausfallen*. Hinzu kommen die Einnahmen aus den Behandlungsprogrammen für chronisch Kranke, die Honorare aus privatärztlichen Leistungen und künftig auch aus anderen Versorgungsstrukturen und Verträgen, die die Kassenärztlichen Vereinigungen oder Ärzte mit den Kassen schließen. Das ist eine Mischung, die noch immer überdurchschnittliches Einkommen erwarten läßt - allerdings auch bei überdurchschnittlicher Arbeitsbereitschaft.

In den vergangenen Jahren ist das Einkommen der niedergelassenen Ärzte kräftig gestiegen. Laut einer 2017 erschienen Auswertung der ZI Praxis Panel  kamen sie im Jahr 2014 auf einen Reinertrag von durchschnittlich 13.833 Euro pro Monat. Der jährliche Reinertrag je Arztpraxis, der dem Überschuss nach Abzug der Praxisaufwendungen vor Steuern und sonstigen Abgaben entspricht, liegt je nach Datenerhebungsquelle zwischen durchschnittlich 196.000 € und 234.000 €. Es muss jedoch erwähnt werden, dass die Ärzte aus dem Überschuss noch Einkommenssteuer (im Durchschnitt von rund 47.000 Euro), die Altersvorsorge von (durchschnittlich etwa 18.000 Euro) sowie die Kranken- und Pflegeversicherung (ca. 8.000 Euro) zahlen müssen.

Laut einer Hochrechnung der FAZ basierend auf Daten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung lagen die Jahreshonorare von Allgemeinmedizinern (Vertragsärzte, ohne Privateinnahmen)  bei rund 187.000 €. Ein Internist kommt danach auf kassenärztliche Einnahmen von 397.000 € pro Jahr, ein Radiologe auf 402.000 €. Die folgende Tabelle basiert auf Daten des ZI Praxis Panel und des Statistischen Bundesamtes.


Durchschnittlicher Jahresüberschuss von niedergelassenen Fachärzten

Fachgebiet und
Organisationsform
Jahresüberschuss je Praxis Jahresüberschuss je Inhaber
Gesamt 196.000 € 156.000 €
Einzelpraxis 143.000 € 143.000 €
Gemeinschaftspraxis 420.000 € 182.000 €
Allgemeinmedizin und Innere Medizin (hausärztlich) 205.000 € 157.000 €
Einzelpraxis 164.000 € 164.000 €
Gemeinschaftspraxis 335.000 € 152.000 €
Anästhesiologie 253.000 € 163.000 €
Einzelpraxis 158.000 € 158.000 €
Gemeinschaftspraxis 495.000 € 167.000 €
Augenheilkunde 283.000 € 226.000 €
Einzelpraxis 202.000 € 202.000 €
Gemeinschaftspraxis 586.000 € 269.000 €
Chirurgie 227.000 € 165.000 €
Einzelpraxis 166.000 € 166.000 €
Gemeinschaftspraxis 384.000 € 168.000 €
Dermatologie 258.000 € 204.000 €
Einzelpraxis 183.000 € 183.000 €
Gemeinschaftspraxis 535.000 € 236.000 €
Gynäkologie 209.000 € 169.000 €
Einzelpraxis 167.000 € 167.000 €
Gemeinschaftspraxis 380.000 € 174.000 €
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde 219.000 € 162.000 €
Einzelpraxis 148.000 € 148.000 €
Gemeinschaftspraxis 422.000 € 177.000 €
Innere Medizin - ohne bzw. mit mehreren Schwerpunkten 294.000 € 232.000 €
Einzelpraxis 242.000 € 242.000 €
Gemeinschaftspraxis 435.000 € 218.000 €
Kinder- und Jugendmedizin 206.000 € 160.000 €
Einzelpraxis 155.000 € 155.000 €
Gemeinschaftspraxis 355.000 € 165.000 €
Nervenheilkunde, Neurologie und Psychiatrie 262.000 € 185.000 €
Einzelpraxis 184.000 € 184.000 €
Gemeinschaftspraxis 466.000 € 187.000 €
Orthopädie 272.000 € 201.000 €
Einzelpraxis 193.000 € 193.000 €
Gemeinschaftspraxis 492.000 € 210.000 €
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 78.000 € 76.000 €
Einzelpraxis 78.000 € 78.000 €
Gemeinschaftspraxis 74.000 € 38.000 €
Psychotherapie 73.000 € 70.000 €
Einzelpraxis 72.000 € 72.000 €
Gemeinschaftspraxis 103.000 € 52.000 €
Radiologie 949.000 € 350.000 €
Einzelpraxis 227.000 € 227.000 €
Gemeinschaftspraxis 1.415.000 € 372.000 €
Urologie 254.000 € 191.000 €
Einzelpraxis 175.000 € 173.000 €
Gemeinschaftspraxis 481.000 € 210.000 €
Übergreifend tätige Praxen 430.000 € 202.000 €
Einzelpraxis 145.000 € 145.000 €
Gemeinschaftspraxis 497.000 € 208.000 €


Quelle: ZI Praxispanel 2015, KBV, FAZ , Die aktuellsten Erhebung zum Einkommen niedergelassener Ärzte gibt es als PDF Download bei ZI Praxis Panel oder beim Statistischen Bundesamt

 

Wie sind die Tarife von Ärzten im öffentlichen Dienst strukturiert?

Prinzipiell muss nach 4 Fällen unterschieden werden:

  • Ärzte an kommunalen Krankenhäusern: Werden grundsätzlich nach dem Tarifvertrag für Ärzte bezahlt, der weiter unten dargestellt wird. Die letzte Erhöhung im Jahr 2017 lag bei +2%. Die Wochenarbeitszeit beträg 40 Stunden.
  • Ärzte an Universitätskliniken: Hier gelten beide der Tarifverträge: Der Tarifvertrag für Ärztre und der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Die letzte Erhöhung im April 2017 lag bei +2%. Die Wochenarbeitszeit beträg 42 Stunden. Dafür sind die Entgelte aber auch etwas höher als an kommunalen Krankenhäusern
Für Ärzte, die außerhalb kommunaler Krankenhäuser oder Universitätskliniken im öffentlichen Dienst beschäftigt werden, gelten üblicherweise die Tarifverträge TVöD und TV-L (ohne Sonderregelungen)
  • Ärzte im Bundesdienst: TVöD
  • Ärzte im Landesdienst außerhalb von Universitätskliniken: TV-L

 

 

Was verdienen angestellte Ärzte in kommunalen Krankenhäusern und welche Gehaltssteigerungen sind je nach Berufserfahrung zu erwarten?

Wer als Nachwuchsmediziner bei einem großen Krankenhaus arbeiten will, steht vor der Wahl recht unterschiedlicher Einrichtungen. Der Blick in die Tarifverträge ist dabei nicht alles, vielerorts wird Tarifbruch betrieben. Ausschlaggebend sind vor allem die Bereitschaftsdienste, zu denen die Ärzte eigentlich nur fünfmal im Jahr herangezogen werden dürfen. Das Gehaltsspektrum reicht dabei von rund 55.000 € Jahresbrutto für Assistenzärzte bis hin zu rund 285.000 € p.a. für den Chefarzt (inkl. Privathonoraren, die Bezahlung aus dem Angestelltenverhältnis liegt bei durchschnittlich ca. 120.000 €). 80 Prozent der Chefärzte bewegen sich Kienbaum zufolge in einer Spanne zwischen 125.000 und 500.000 Euro. Oberärzte liegen laut einer aktuellen Studie von Kienbaum bei rund 115.000 € Jahresgehalt. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick des Tarifvertrags kommunaler Krankenhäuser.

 

Mit allen Zulagen ergeben sich für Ärzte im Krankenhaus pauschal folgende durchschnittliche Jahresbruttoverdienste:

Assistenzarzt Facharzt Oberarzt Chefarzt
65.000 € 85.000 € 120.000 € 285.000 €

 

Nach dem Tarifvertrag des Marburger Bundes beträgt die Arbeitszeit an kommunalen Krankenhäusern in der Regel 40 Wochenstunden. In einer Umfrage des Marburger Bundes unter Klinikärzten gab die Hälfte der Befragten an, zwischen 49 und 59 Stunden pro Woche zu arbeiten. Knapp ein Viertel arbeitet sogar bis zu 80h pro Woche. Ein Assistenzarzt leistet im Durchschnitt bis zu  50 Bereitschaftsdienste im Jahr, bei einem Oberarzt können es 80 bis 120 Hintergrunddienste sein.

 

Was verdienen angestellte Ärzte in kommunalen Krankenhäusern und wie entwickelt sich das Einkommen je nach Berufserfahrung?

Tarifvertrag für Ärzte in kommunalen Krankenhäusern (gültig ab 01.09.2017)

Entwicklungsstufen
IV Leitender Oberarzt 8.502 € 9.109 €
Einstellung 3. Jahr
III Oberarzt 7.227 € 7.652 € 8.259 €
Einstellung 3. Jahr 6. Jahr
II Facharzt 5.770 € 6.254 € 6.679 € 6.926 € 7.168 € 7.410 €
Einstellung 3. Jahr 6. Jahr 8. Jahr 10. Jahr 12. Jahr
I Assistenzarzt 4.372 € 4.620 € 4.797 € 5.103 € 5.469 € 5.620 €
Einstellung 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr

 

Was verdienen angestellte Ärzte in Unikliniken und wie entwickelt sich das Einkommen je nach Berufserfahrung?

 

Tarifvertrag für Ärzte an Universitätskliniken (gültig ab 01.04.2016)



Entwicklungsstufen
Ä 4
Chefarzt*
8.570 €
9.183 €
9.671 €



Ab 1. Jahr 4. Jahr 7. Jahr
Ä 3
Oberarzt
7.286 €
7.714 €
8.326 €



Ab 1. Jahr 4. Jahr 7. Jahr
Ä 2
Facharzt
5.816 €
6.304 €
6.732 €
6.973 €
7.104 €
7.286 €
Ab 1. Jahr 4. Jahr 7. Jahr 9. Jahr 11. Jahr 13. Jahr
Ä 1
Arzt
4.407 €
4.657 €
4.835 €
5.144 €
5.513 €
5.657 €
Im 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr 6. Jahr

* Facharzt als Vertreter des leitenden Arztes

 

Was verdienen angestellte Ärzte in privaten Klinken und wie entwickelt sich das Einkommen je nach Berufserfahrung?

Die Tarifverträge der privaten Trägerschaften orientieren sich an denen der öffentlichen Träger. Stufe 1 gilt ab Einstellung. Die weiteren Stufen werden wie im öfffentlichen Bereich in Abhängigkeit dder Berufszugehörigkeit erreicht. Als Assistenzarzt und Facharzt werden auch nach Stufe 6 weitere Stufen und höhere Gehälter erreicht, die in unserer Auflistung nicht gelistet sind. AT  (außertariflich) heißt, dass das Gehalt individuell verhandelt wird.

 

Beispiel: Tarifvertrag für Ärzte an Helios Kliniken

Helios Tarif Entwicklungsstufen
Assistenzarzt 4.301 €
4.410 €
4.576 €
4.907 €
5.072 €
5.292 €

1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr 6. Jahr
Facharzt 5.547 €
5.601 €
5.711 €
6.011 €
6.174 €
6.506 €

1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr 6. Jahr
Oberarzt 7.079 €
7.079 €
7.123 €
AT


1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr

Ltd. Oberarzt 8.215 €
AT





1. Jahr 2. Jahr



 

Welche Stundenhonorare werden für Bereitschaftsdienste gezahlt?

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über typische zusätzliche Stundenentgelte für Sonn-/Vorfeiertags- und Feiertagsarbeit sowie für Rufbereitschaftsdienste:

Entgeldgruppe Stundenhonorar
Arzt
Ca. 28 €
Arzt (ab 5. Jahr)
Ca. 29 €
Facharzt
Ca. 33 €
Facharzt (ab 7. Jahr)
Ca. 36 €
Oberarzt
Ca. 41 €
Ltd. Oberarzt
Ca. 45 €

 

Welche Gehaltssteigerungen sind bei einem Krankenhaus- oder Fachwechsel drin?

Wichtig ist zu wissen, dass sich die einzelnen Stufen nicht nach der Weiterbildungszeit in einem bestimmten Fach, sondern nach der ärztlichen Berufserfahrung richtet. Wer  z.B. nach 3 Jahren das Krankenhaus oder das Fach wechseln, fängt nicht wieder bei Stufe 1 an, sondern dort, wo er vorher stand. Arbeitgeber 'vergessen' diese Tatsache aber häifiger, da sie in Stufe 1 deutlich weniger bezahlen müssen.

 

Wie hoch sind die Gehälter von Chefärzten?

Chefärzte realisieren laut Kienbaum Jahresgesamteinkommen von 80.000 Euro bis weit über 750.000 Euro, wobei der Chefarzt mit der höchsten Vergütung fast das Zehnfache erhält wie der Chefarzt mit dem geringsten Einkommen.  Chefärzte verdienen durchschnittlich 285.000 Euro im Jahr. Damit liegen Chefärzte deutlich vor den kaufmännischen Geschäftsführern in Krankenhäusern. Die Zeiten hoher Privatliquidation für Chefärzte gehören i.d.R. der Vergangenheit an. Moderne Chefarztverträge sehen eine Beteiligung von maximal 20% an der Liquidation vor. Davon sind die Beteiligungen der Mitarbeiter zu zahlen. Der variable Anteil in heutigen Chefarztverträgen liegt bei mindestens 20%.

 

Welche Gehaltsunterschiede bestehen je nach Fachrichtung?

Neben dem persönlichen Verantwortungsrahmen wirkt sich vor allem das verantwortete medizinische Fachgebiet stark auf die Höhe der Gehälter aus: Bei den Chefärzten gehört zum Beispiel die Innere Medizin mit einem Jahresgesamtgehalt von durchschnittlich 352.000 Euro zu den am besten dotierten Fächern, während ein Chefarzt in der Pädiatrie beispielsweise bei lediglich rund 200.000 Euro liegt. Bei den Oberärzten zeigt sich zwar keine so breite Streuung der Gehälter, dennoch gibt es auch hier deutliche Unterschiede: Ein Chirurg verdient zum Beispiel durchschnittlich 142.000 Euro, ein Oberarzt in der Geriatrie hingegen 102.000 Euro.

Wie liegen die Gehälter des ärztlichen Personals gegenüber  anderen akademischen Angestellten in deutschen Krankenhäusern?

Chefärzte sind in Deutschland nach wie vor mit großem Abstand die Spitzenverdiener im Krankenhaus: Im Durchschnitt verdient ein Chefarzt derzeit 285.000 Euro und damit knapp 50 Prozent mehr als das Topmanagement eines Krankenhauses mit durchschnittlich 194.000 Euro, so das Ergebnis einer aktuellen Studie der Personal- und Managementberatung Kienbaum. Auch auf der nachfolgenden Führungsebene verdienen Ärzte mehr als eine Führungskraft in der Klinikverwaltung: Krankenhäuser zahlen Oberärzten im Schnitt 130.000 Euro im Jahr und damit deutlich mehr als ihren Finanz-, Personal- oder IT-Chefs, die  zwischen 84.000 und 93.000 Euro im Jahr erhalten, ergab die Kienbaum-Studie.e

Gehalt nach Funktion in deutschen Krankenhäusern

Funktion Durchschnittliches Jahresgesamtgehalt
Chefarzt 285.000 €
Geschäftsführer, Vorstand 194.000 €
Leitender Oberarzt
130.000 €
Verwaltungs-/Kaufm. Direktor 117.000 €
Oberarzt 115.000 €
Verwaltungsleiter 84.000 €
Facharzt 85.000 €
Pflegedirektor 79.000 €
Arzt in Weiterbildung 65.000 €
Pflegedienstleiter 66.000 €
Leiter Labor 90.000 €

 

Wie hoch ist das Gehalt von Krankenhausärzten in England?

Ein Allgemeinmediziner kann in einem englischen Krankenhaus etwa doppelt so viel Geld wie in Deutschland nach Hause tragen. Mit einem Wochenenddienst in England lassen sich brutto rund 2.000 € verdienen, ähnliches gilt auch für Norwegen und Schweden, wo derzeit jeweils rund 700 deutsche Ärzte tätig sind.

 

Wie hoch ist das Gehalt von Krankenhausärzten in der Schweiz?

Derzeit bei jungen Ärzten besonders gefragt ist die Schweiz: Die Schweizer Gehälter variieren von Kanton zu Kanton, in Luzern beispielsweise verdienen Assistenzärzte zwischen 3.910 € und 6.220 €, Oberärzte bekommen zwischen 5.570 € und 7.180 €. Laut Verbindung der schweizerischen Ärztinnen und Ärzte (FMH) beträgt der Durchschnittslohn eines Assistenzarztes in der Schweiz monatlich 8.416Fr.-. Das entspricht 7.008 €. Dabei sind alle Assistenzärzte eingerechnet, auch diejenigen, die schon seit mehreren Jahren berufstätig sind. Die niedrigen Steuern und Sozialabgaben führen zu einem durchschnittlichen monatlichen Nettogehalt von etwa 5.000 €. Vertraglich gilt bei Ärzten in der Schweiz eine 42 bis 50 Stunden Woche. Ferien sind meist auf 20 Tage jährlich festgelegt.

Niedergelassene Ärzte versteuern in der Schweiz im Schnitt ein Einkommen von 215.000 CHF. 44% der Ärzte liegen dabei über 200.000 CHF, der Rest – vor allem die jüngeren Kollegen – darunter. Nach Alter gesplittet zeigt sich, dass der Schnitt in der Altersgruppe von 36-40 Jahren noch bei 145.000 CHF liegt, während die 56-60 –jährigen mit Schnitt ein Einkommen von 236.000 CHF vorweisen können. Die höchsten Bruttoeinkommen erzielen frei praktizierende Ärzte in Schwyz (280.000 CHF) und Glarus (270.000 CHF).

Ein Durchschnittseinkommen von 215.000 CHF und mehr erreichen in den Spitälern nur Mediziner mit Leitungsfunktion wie Oberärzte in einem spezialisierten Fachgebiet. Ein Facharzt, der Assistenzärzte betreut kann mit ca. 165.000 CHF rechnen. Ein Assistenzarzt wird in seinem ersten Jahr im Spital im Durchschnitt mit 110.000 CHF entschädigt. Bei den Chefärzten besteht hingegen ein großer Verhandlungsspielraum, um begehrte Spitzenkräfte engagieren zu können. Saläre von 300.000 bis 400.000 CHF sind nicht außergewöhnlich. Zudem generieren zahlreiche Chefärzte mit Operationen auf eigene Rechnung lukrative Nebeneinkünfte.

 

Wie hoch ist das Einkommen von niedergelassenen Ärzten in der Schweiz?

Das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen von niederlassen Ärzten in der Schweiz liegt laut FMH bei 19.250Fr. Wie hoch das Einkommen ist, hängt stark vom Kanton und der Spezialisierung ab. So verdienen Kinder- und Jugendpsychiater mit 9.750Fr. am wenigsten, Chirurgen mit ca. 36.667Fr. im Monat am meisten. Dabei kann es sich auch um ein Einkommen handeln, was durch eine Tätigkeit im Krankenhaus als Belegarzt erzielt wird. Allgemeinmediziner, die die größte niedergelassene Gruppe ausmachen, verdienen 17.833Fr. monatlich

 

Was verdient ein Krankenhausarzt in den USA?

Die höchsten Einkommen für Klinikärzte lassen sich  in den USA erzielen. In leitenden Funktionen kann von Jahresgehältern zwischen 185.000 € und bis zu 450.000 € ausgegangen werden. Die folgende Tabelle gibt einen groben Überblick der Durchschnittsgehälter von Ärzte in den USA (leitende und nicht leitende).

Fachrichtung Durchschnittsgehalt p.a.
Anästhesist 258.100 US $
Chirurg 258.100 US $
Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurg 233.900 US $
Gynäkologe 222.400 US $
Allgemeinmediziner 196.520 US $
Kinderarzt 183.180 US $

Quelle: US News & World Report

Ebenfalls überdurchschnittlich gut verdienen Mediziner in australischen und kanadischen Krankenhäusern. Auf dem vierten Platz liegt Großbritannien, gefolgt von den Niederlanden, Neuseeland und Frankreich. Deutschland landet bei der Ärzte-Vergütung auf dem letzten Platz. In Deutschland verdient ein leitender Arzt durchschnittlich 80.000 € bis 125.000 €.

 

Was verdient ein Krankenhausarzt in Österreich?

Das Nettoeinkommen österreichischer und französischer Ärzte ist zu Beginn ihrer Tätigkeit im europäischen Vergleich am kleinsten. Ein Turnusarzt in Vorarlberg (Arzt in Ausbildung zum Allgemeinmediziner/ Facharzt) verdient  ohne Nachtdienste 3.130€ monatlich (mit: 4.223 €). Er liegt gehaltstechnisch im Vergleich zum restlichen Land im oberen Drittel. Ein Vorarlberger Oberarzt erhält mit Überstunden und Nachtdiensten 8.342€ im Monat, er wird im Landesvergleich durchschnittlich entlohnt.

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