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Gehalt Anwalt (m/w)

Wer verdient was?> Recht > Anwalt (m/w)

Was verdient ein Anwalt und was sind die wichtigsten  Bestimmungsfaktoren für das Gehalt als Anwalt? Gehaltsreporter nennt Zahlen und Fakten zum Einstiegsgehalt und der weiteren Verdienstentwicklung eines Anwalts (z.B. als Anwalt in einer Top Wirtschaftsrectskanzlei, als Syndikus oder selbständiger Anwalt). Darüber hinaus unterstützen wir Sie mit passenden Stellenanzeigen (z.B. für Anwälte, Justizariate, Notariate, Richter) auf dem Weg zu Ihrem Wunschjob.

Jahr für Jahr bugsieren die deutschen Justizprüfungsämter an die 10.000 junge Volljuristen auf den Arbeitsmarkt. Wenn - nach Studium und Referendariat - die Jobs verteilt werden, spielt wie in kaum einem anderen Studienfach die Examensnote die entscheidende Rolle für die weitere berufliche Karriere. Die Jobaussichten für die breite Masse der Absolventen, nämlich jene ohne Prädikatsexamen, sind nach wie vor nicht so rosig. Ungefähr 13% bis 15% schaffen mit einem Schnitt von 9 bis 11,49 ein 'vollbefriedigend', weitere 5% mit 11,5 bis 14,49 ein 'gut' und nur ca. 0,1% ein 'sehr gut' (>14,5). Diejenigen mit einem Prädikatsexamen (mind. 'vollbefriedigend') werden von großen Kanzleien, Staat und Unternehmen charmiert und umworben.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt als Anwalt?

In keinem anderen Studiengang ist die Spannbreite der Einstiegsgehälter so riesig wie bei Juristen. Während sich junge Anwälte bei kleineren Kanzleien mit einem Jahresbruttogehalt zwischen 40.000 € und 50.000 € 'begnügen' müssen, steigen die besten Absolventen in den Top-Kanzleien in der Regel mit Gehältern zwischen 85.000 € und bis zu 140.000 € zuzüglich Bonus ein. Voraussetzung für die letztgenannten Gehälter sind jedoch 18 Punkte in der Summe beider Examina und ein Doktortitel oder ein in Ausland erworbener LL.M. Allgemein gilt: Je besser die Noten, desto höher das Einstiegsgehalt.

 

Gehaltstabelle: Kanzleien mit den höchsten Einstiegsgehältern 2017

Kanzlei Fixum 1. Jahr Bonus 1. Jahr
Milbank Tweed Hadley & McCloy 140.000 € k.a.
Willkie Farr & Gallagher 130.000 € k.a.
Cleary Gottlieb Steen & Hamilton 125.000 € 12.500 €
Kirkland & Ellis 125.000 € 15.000 €
Shearman & Sterling 125.000 € k.a.
Skadden Arps Slate Meagher & Flom 125.000 € 14.000 €
McDermott Will & Emery 115.000 € - 125.000 € k.a.
Weil Gotshal & Manges 115.000 € - 125.000 € k.a.
P+P Pöllath + Partners 105.000 € - 125.000 € k.a.
Allen & Overy 120.000 € k.a.
Clifford Chance*** 120.000 € k.a.
Freshfields Bruckhaus Deringer* 120.000 € k.a.
Herbert Smith Freehills*** 120.000 € k.a.
Latham & Watkins 120.000 € k.a.
Linklaters 120.000 € k.a.
White & Case 120.000 € k.a.
Gleiss Lutz 110.000 € - 120.000 € k.a.

Quelle: azur online, Handelsblatt 2017

 

Tabelle: Einstiegsgehälter für Anwälte in Industrie und Behörden 2017

Arbeitgeber Fixum 1. Jahr Bonus 1. Jahr
McKinsey 100.000 € k.a.
Siemens 100.000 € k.a.
Bayer 65.000 € - 92.000 € k.a.
Merck 80.000 € - 90.000 € 14.000 €
BMW 85.000 € k.a.
Audi 75.000 € - 85.000 € 12.000 €
ZF Friedrichshafen 75.000 € - 80.000 € 10.000 €
Deutsche Bank 75.000 € 5.000 €
Deutsche Börse 60.000 € - 75.000 € 15.000 €
Commerzbank 70.000 € k.a.
ThyssenKrupp 70.000 € k.a.
Vodafone D2 60.000 € - 70.000 € 7.000 €
Daimler 50.000 € - 70.000 € k.a.
Adidas 50.000 € - 65.000 € 2.000 €
DZ Bank 61.000 € - 63.000 € 5.000 €
Deutsche Lufthansa 59.000 € 6.000 €
Europäische Kommission 54.000 € k.a.
Europäische Zentralbank 54.000 € k.a.
Bundeskartellamt 48.000 € k.a.
Bundeskriminalamt 48.000 € k.a.
BaFin 460.000 € k.a.
EY 42.000 € - 45.000 € k.a.
Auswärtiges Amt 33.000 € k.a.

Quelle: azur 100 Top-Arbeitgeber 2017

Wie aus der obigen Tabelle ersichtlich wird, stehen angloamerikanische Kanzleien auch in Deutschland bei den Gehältern nach wie vor an der Spitze. Bei guten Boutique-Kanzleien liegen die Einstiegsgehälter in der Regel zwischen 60.000 € und 75.000 € zzgl. Boni. Hierbei gibt es je nach Stadt und Region jedoch deutliche Unterschiede.

 

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+ Staatsanwalt: Die Entlohung erfolgt nach dem Bundensbesoldungsgesetz
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+ Juristen allgemein: Überblick über die Gehälter

Was verdienen Anwälte in mittelständischen Kanzleien?

Über 90% der zugelassenen Anwälte in Deutschland arbeiten in kleineren und mittelständischen Kanzleien - und die sind beim Gehalt deutlich zurückhaltender. Wer dort mit 40.000 € Jahresgehalt einsteigt, kann sich schon „zur besseren Hälfte" zählen. Die Experten von PersonalMarkt geben das durchschnittliche Einstiegsgehalt in Kanzleien mit bis zu 20 Mitarbeitern mit lediglich 35.100 € an.

Laut einer Umfrage des Soldan-Instituts für Anwaltsmanagement beträgt das durchschnittliche Jahreseinkommen eines angestellten Anwalts in einer kleinen Kanzlei rund 46.000 € brutto.

 

Gehälter nach Kanzleigröße (Durchschnittliches Bruttojahresgehalt in Euro)

Kanzleigröße Unteres Quartil Median Oberes Quartil
Klein (bis 101 Mitarbeiter)* 38.000 € 46.000 € 52.000 €
Mittel (bis 1000 Mitarbeiter) 50.000 € 65.000 € 75.000 €
Groß (ab 1001 Mitarbeiter) 55.000 € 70.000 € 80.000

 

Deutlich besser dran sind Juristen, die sich auf Wirtschaftsrecht (Bankrecht, Steuerrecht, Insolvenzrecht, Arbeitsrecht etc.) spezialisieren und in einer mittelgroßen Kanzlei arbeiten. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht der Gehaltsentwicklung in diesem Bereich nach Berufsjahren.

 

Bruttojahresgehalt nach Berufserfahrung in mittelständischen Wirtschaftskanzleien

Berufsjahre Durchschnittliches Bruttojahresgehalt
Einsteiger 40.000 € - 75.000 €
2. Jahr 65.000 € - 85.000 €
3. Jahr 75.000 € - 95.000 €
4. Jahr 80.000 € - 106.000 €
5. Jahr 85.000 € - 118.000 €
6. Jahr 90.000 € - 115.000

Quelle: Hays Legal

 

Welche regionalen Gehaltsunterschiede bestehen bei Anwälten?

Was auf dem Gehaltszettel steht, hängt neben dem Namen und der Größe der Kanzlei entscheidend vom Arbeitsort ab. Grund dafür sind die drastischen regionalen Gehaltsdifferenzen in der Republik. In den Metropolen von Hessen, Baden-Württemberg und Bayern werden die höchsten Gehälter gezahlt, in den östlichen Bundesländern am wenigsten. Wer als Anwalt in Frankfurt (Gehaltsindex 119) arbeitet, verdient tendenziell 19% mehr als der Durchschnitt auf derselben Stelle in Deutschland.

 

Regionale Gehaltsunterschiede

In der Region [PLZ Gebiet] gilt allgemein folgender
Gehaltsindex*
Jobs für Anwalt
PLZ 0 (Dresden, Leipzig, Halle, Cottbus, Jena, ...)
75% - 84% Offene Jobs >>
Berlin 95% Offene Jobs >>
PLZ 1 (Frankfurt/Oder, Brandenburg, Rostock, ...)
74% - 87% Offene Jobs >>
Hamburg 105% Offene Jobs >>
PLZ 2 (Kiel, Lübeck, Bremen, ...)
92% -99% Offene Jobs >>
PLZ 3 (Hannover, Kassel, Fulda, Magdeburg, ...)
79% - 105% Offene Jobs >>
Düsseldorf 101% Offene Jobs >>
PLZ 4 (Essen, Münster, Dortmund, ...)
97% - 101% Offene Jobs >>
Köln 107% Offene Jobs >>
PLZ 5 (Aachen, Bonn, Trier, Mainz, Soest, ...)
95% - 107% Offene Jobs >>
Frankfurt 119% Offene Jobs >>
PLZ 6 (Wiesbaden, Saarbrücken, Mannheim, ...)
99% - 110% Offene Jobs >>
Stuttgart 114% Offene Jobs >>
PLZ 7 (Karlsruhe, Freiburg, Offenburg, ...)
105% - 110% Offene Jobs >>
München 117% Offene Jobs >>
PLZ 8 (Augsburg, Ulm, Ravensburg, Rosenheim, ...)
105% - 112% Offene Jobs >>
PLZ 9 (Nürnberg, Regensburg, Würzburg, Erfurt, ...)
76% - 106% Offene Jobs >>
Österreich (gesamt)
91% - 101% Offene Jobs >>
Schweiz (gesamt)
135% - 167% Offene Jobs >>

* Der Gehaltsindex ist ein berufsgruppenübergreifender Wert (Durchschnittswert Deutschland = 100%). Der untere Wert bezieht sich meist auf den ländlichen Bereich im PLZ-Gebiet, der obere auf die wichtigste Großstadt in der Region.

 

Top 5 Gehälter 2017 in Hamburg, Berlin, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen

Offene Jobs für Juristen in der Region Nord >>

Kanzlei Standorte Fixum 1. Jahr Fixum 2. Jahr Fixum 3. Jahr
Allen & Overy Hamburg 120.000 € 125.000 € 130.000 €
Freshfields Bruckhaus Deringer Hamburg 120.000 € 130.000 € 140.000 €
Latham & Watkins Hamburg 120.000 € 130.000 € 130.000 €
White & Case Hamburg 120.000 € 125.000 € 130.000 €
Gleiss Lutz Hamburg 110.000 € - 120.000 € 110.000 € - 120.000 € 130.000 €

Quelle: Azur, eigene Recherchen

 

Top 5 Gehälter 2017 in Nordrhein-Westfalen

Offene Jobs für Juristen in NRW>>

Kanzlei Standorte Fixum 1. Jahr Fixum 2. Jahr Fixum 3. Jahr
Cleary Gottlieb Steen & Hamilton Köln 125.000 € 135.000 € 145.000 €
McDermott Will & Emery Düsseldorf 115.000 - 125.000 € 120.000 € - 130.000 € 125.000 € - 135.000 €
Allen & Overy Düsseldorf 120.000 € 125.000 € 130.000 €
Clifford Chance Düsseldorf 120.000 € 125.000 € 130.000 €
Freshfields Bruckhaus Deringer Düsseldorf 120.000 € 130.000 € 140.000 €

Quelle: Azur, eigene Recherchen

 


Top 5 Gehälter 2017 in Hessen

Offene Jobs für Juristen in Hessen>>

Kanzlei Standorte Fixum 1. Jahr Fixum 2. Jahr Fixum 3. Jahr
Milbank Tweed Hadley & McCloy Frankfurt 140.000 € 150.000 € 160.000 €
Willkie Farr & Gallagher Frankfurt 130.000 € 125.000 € 135.000 €
Cleary Gottlieb Steen & Hamilton Frankfurt 125.000 € 135.000 € 145.000 €
Shearman & Sterling Frankfurt 125.000 € 130.000 € 140.000 €
Skadden Arps Slate Meagher & Flom Frankfurt 125.000 € 135.000 € 145.000 €

Quelle: Azur, eigene Recherchen

 

Top 5 Gehälter 2017 in  Baden-Württemberg

Offene Jobs für Juristen in Baden-Württemberg >>

Kanzlei Standorte Fixum 1. Jahr Fixum 2. Jahr Fixum 3. Jahr
Gleiss Lutz Stuttgart 110.000 € - 120.000 € 110.000 € - 120.000 € 130.000 €
Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan Mannheim 115.000 € 120.000 € 130.000 €
Hennerkes Kirchdörfer & Lorz Stuttgart 100.000 € - 110.000 € 100.000 € - 110.000 € 120.000 € - 130.000 €
SZA Schilling Zutt & Anschütz Mannheim 100.000 € - 105.000 € 110.000 € 110.000 €
Heuking Kühn Lüer Wojtek Stuttgart 85.000 € - 105.000 €

Quelle: Azur, eigene Recherchen

 

Top 5 Gehälter 2017 in  Bayern

Offene Jobs für Juristen in Bayern >>

Kanzlei Standorte Fixum 1. Jahr Fixum 2. Jahr Fixum 3. Jahr
Milbank Tweed Hadley & McCloy München 140.000 € 150.000 € 160.000 €
Kirkland & Ellis München 125.000 € 130.000 € 140.000 €
Skadden Arps Slate Meagher & Flom München 125.000 € 135.000 € 145.000 €
McDermott Will & Emery München 115.000 € - 125.000 € 120.000 € - 130.000 € 125.000 € - 135.000 €
Weil Gotshal & Manges München 115.000 € - 125.000 €

Quelle: Azur, eigene Recherchen

Wie verläuft die Gehaltsentwicklung in einer großen Wirtschaftsrechtskanzlei?

Im sechsten Berufsjahr erreicht das Fixum laut WirtschaftsWoche zwischen 130.000 € und 200.000 €. Wer es zum Partner in einer Großkanzlei schafft, wird am Gewinn beteiligt. Das dies eine durchaus lukrative Perspektive sein kann, zeigt das Beispiel der Großkanzlei Mayer Brown: Hier verdienten die Partner  je rund 700.000 € im Jahr. Staranwälte in den großen Megakanzleien können sich auch über Gehälter im siebenstelligen Bereich freuen. Jahresgehälter von 3-4 Millionen Euro pro Jahr und das für bis zu 5 Jahre garantiert sind laut Headhuntern momentan drin. Diese Summen, die selbst Investmentbanker erblassen lassen, sind vor allem durch US-Kanzleien getrieben, die im lukrativen Geschäft mit deutschen Unternehmen angreifen wollen. Besonders attraktiv ist das M&A Geschäft, das derzeit sehr gut läuft. Etablierten Partner mit Zugang zu den Topetagen der deutschen Wirtschaft winken Signing-Boni von 1 Mio. Euro und mehr. Doch dieses Geld muss selbstverständlich auch erst wieder verdient werden. Bei amerikanischen Kanzleien liegt der Umsatz je Partner bei rund 5-7 Mio €. Die Arbeitsatmosphäre ist von hohem Zeit-, Leistungsdruck und Risiko geprägt. Gehen die hohen Erwartungen nicht auf, ziehen sich US-Kanzleien auch schnell wieder zurück oder können im ungünstigsten Fall einer Pleite die Gehälter nicht mehr bezahlten (so geschehen im Fall der Kanzlei Dewey & LeBoeuf, die die Gehälter mit Krediten finanziert hatte).

Quellen: Juve, WirtschaftsWoche

 

Doch der Einstieg in eine Großkanzlei sollte gut überlegt sein, denn die großen Gehaltschecks werden üblicherweise mit Arbeitszeiten von 60 Stunden die Woche sowie Nacht- und Wochenendschichten erkauft. Darüber hinaus sind die Aussichten auf eine Partnerschaft nicht immer so rosig, wie es den Einsteigern vermittelt wird. Schließlich gilt zu beachten, dass internationale Großkanzleien lediglich 0,2 Prozent der Kanzleien in Deutschland ausmachen.

 

Was verdient ein Syndikus / Unternehmensjurist?

Eine gute Alternative zu Großkanzleien sind die Stellen in den Rechtsabteilungen großer Unternehmen, um die in jüngster Zeit ein heißer Kampf entbrannt ist. Wegen des schwierigen Arbeitsmarktes haben Volljuristen die einst ungeliebte Karriere als Firmenanwalt für sich entdeckt. Häufiger bewerben sich inzwischen auch Associates, die bereits einige Jahre in großen Kanzleien gearbeitet haben. Dort steigen sie entweder aus, weil sie nicht zum Partner befördert wurden - oder schlicht und einfach weil sie wieder weniger arbeiten wollen.
Wer hier ordentlich Geld verdienen möchte, muss Verantwortung übernehmen. Denn die zahlt sich fast immer aus. Wer beispielsweise als Syndikus, also Unternehmensjurist, in der Pharmaindustrie bei einer Firma mit 500 oder mehr Angestellten arbeitet und Personalverantwortung hat, kommt auf durchschnittlich 113.500 € Jahresgehalt. Die Spitzengruppe in dieser Kategorie erreicht Gehälter von deutlich über 125.000 €.

Kleine Rechtsabteilungen von Mittelständlern entlohnen frisch gebackene Juristen mit Gehältern zwischen 48.000 € und 60.000 €, je nach Größe und Branche.
Einsteiger können je nach Ausbildung, Unternehmensgröße und Branche mit den folgenden Gehältern rechen:


Einstiegsgehälter nach Ausbildung (Durchschnittliches Bruttojahresgehalt)

Unternehmensgröße Unteres Quartil Median Oberes Quartil
Ohne Promotion 45.000 € 48.000 € 52.000 €
Mit Promotion 50.000 € 55.000 € 66.000 €


Quelle: Eigene Recherchen


Ohne Personalverantwortung sind als Unternehmensjurist im Durchschnitt die folgenden Gehälter erzielbar:

 

Gehälter von Juristen ohne PV nach Berufserfahrung (Durchschnittliches Bruttojahresgehalt)

Berufserfahrung Unteres Quartil Median Oberes Quartil
8 - 10 Jahre Berufserfahrung 50.000 € 65.000 € 80.000 €
Über 15 Jahre Berufserfahrung 55.000 € 70.000 € 95.000 €


Quelle: Eigene Recherchen, Auswertungen von PersonalMarkt

 

Was verdient ein Jurist bei Großkonzernen und Behörden?

Dax-Konzerne wie BMW oder die Deutsche Bank zahlen Einsteigern je nach Zusatzqualifikation zwischen 75.000 € und bis zu 90.000 €. Als Voraussetzung gilt zweimal 'Voll befriedigend'. Zusatzqualifikationen wie der Dr. iur oder LL.M. sind auch hier gewünscht.

Bei Behörden verdienen Juristen auf Europäischer Ebene am meisten. Die Europäische Kommission oder die Europäische Zentralbank entlohnt Einsteiger mit 57.000 €. Der Großteil der deutschen Behörden wie Bafin oder das Bundeskriminalamt bietet Einstiegsgehälter zwischen 44.000 € - 50.000 €, wobei nicht vergessen werden sollte, dass hier nach ein paar Dienstjahren der Beamtenstatus mit entsprechenden Altersbezügen erreicht wird. Ein Vorteil, der mit reinem Blick auf die Einstiegsgehälter schnell vergessen wird.

 

Tabelle: Einstiegsgehälter für Juristen in Industrie und Behörden 2017

Arbeitgeber Fixum 1. Jahr Bonus 1. Jahr
McKinsey 100.000 € k.a.
Siemens 100.000 € k.a.
Bayer 65.000 € - 92.000 € k.a.
Merck 80.000 € - 90.000 € 14.000 €
BMW 85.000 € k.a.
Audi 75.000 € - 85.000 € 12.000 €
ZF Friedrichshafen 75.000 € - 80.000 € 10.000 €
Deutsche Bank 75.000 € 5.000 €
Deutsche Börse 60.000 € - 75.000 € 15.000 €
Commerzbank 70.000 € k.a.
ThyssenKrupp 70.000 € k.a.
Vodafone D2 60.000 € - 70.000 € 7.000 €
Daimler 50.000 € - 70.000 € k.a.
Adidas 50.000 € - 65.000 € 2.000 €
DZ Bank 61.000 € - 63.000 € 5.000 €
Deutsche Lufthansa 59.000 € 6.000 €
Europäische Kommission 54.000 € k.a.
Europäische Zentralbank 54.000 € k.a.
Bundeskartellamt 48.000 € k.a.
Bundeskriminalamt 48.000 € k.a.
BaFin 460.000 € k.a.
EY 42.000 € - 45.000 € k.a.
Auswärtiges Amt 33.000 € k.a.

Quelle: azur 100 Top-Arbeitgeber 2017


Was verdient ein Staatsanwalt?

Die Entlohnung von Staatsanwälten erfolgt nach dem Bundesbesoldungsgesetz und steigt mit zunehmendem Lebensalter an.

 

Regelungen des BBesG und Bundesbesoldungsverordnung R

Position Besoldungsgruppe Gehalt (€/Monat)
Staatsanwalt R1 3.971 € (steigt bis auf 6.434 €)
Staatsanwalt am BGH R2 4.826 € (steigt bis auf 7.014 €)
Oberstaatsanwalt R2 4.826 € (steigt bis auf 7.014 €)
Leitender Oberstaatsanwalt Je nach Position R2, R3, R4 4.826 € bis 8.163 € (Stufe R 4)
Generalstaatsanwalt Je nach Position R2, R3, R4 4.826 € bis 8.163 € (Stufe R 4)

Quelle: Internetseite des Bundesministeriums für Inneres, Bundesbesoldungsordnung R

 

Was verdient ein Richter?

Richter werden in Deutschland ebenfalls nach der Besoldungsordnung R, Besoldungsgruppen R 1 bis R 10 für ihre Arbeit bezahlt. Die genaue Besoldung richtet sich dabei nach dem Bundesbesoldungsgesetz und hängt von der genauen Position und vom Alter ab. Seit 2006 wurde die Zuständigkeit für die Besoldung von Beamten und Richter der Länder auf die Länder übertragen. Solange ein Bundesland kein eigenes Landesbesoldungsgesetz erlassen hat, gilt in diesem Land für die Besoldung von Richtern weiterhin das Bundesbesoldungsgesetz, sodass wir im Folgenden ausschließlich das sich danach ergebende Gehalt darstellen.

 

Regelungen des BBesG und Bundesbesoldungsverordnung R

Funktion Besoldungs-gruppe Gehalt (€/Monat)
Richter am Amtsgericht, Landesgericht, Arbeitsgericht, Sozialgericht, Verwaltungsgericht R1 3.971 € - 6.434 €
Direktor am Amtsgericht, Arbeitsgericht, und Sozialgericht;
Richter am Finanzgericht;
Vorsitzender Richter am Landgericht und Verwaltungsgericht;
Richter am Oberlandesgericht, Landessozialgericht und Oberverwaltungsgericht
R2 4.826 € - 7.014 €
Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht, Landessozialgericht, Finanzgericht, Oberlandesgericht und Oberverwaltungsgericht;
Präsident am Amtsgericht, Landesgericht und Verwaltungsgericht
R3 7.714 €
Präsident des Oberlandesgerichts, Oberverwaltungsgerichts, Landesarbeitsgerichts und Finanzgerichts R5 8.678 €
Richter am Bundesarbeitsgericht, Bundessozialgericht, Bundesfinanzhof, Bundesgerichtshof und Bundesverwaltungsgericht R6 9.167 €
Vorsitzender Richter am Bundesarbeitsgericht, Bundessozialgericht, Bundesgerichtshof, Bundesfinanzhof und Bundesverwaltungsgericht R8 10.133 €
Präsident des Bundesarbeitsgerichts, Bundessozialgerichts, Bundesfinanzhofs, Bundesgerichtshofs und Bundesverwaltungsgerichts R10 13.193 €

Quelle: Internetseite des Bundesministeriums für Inneres, Bundesbesoldungsordnung R

 

Mit welchen Einkommen können selbständige Anwälte (Kanzleigründung) rechnen?

Prinzipiell gilt die Faustformel: Je größer die kanzlei, umso höher der Stundensatz. Kartell-, Starf- und Gesellschaftsrechtler sind teurer als Arbeitsrechtler. Die Partner Stundensätze liegen zwischen 200 und 600 Euro. Star Änwälte rufen bei Promi Mandaten auch 800 bis 1.000 Euro Stundenhonorar auf. Für angestellte Anwälte verlangen große Law Firms zwischen 250 bis 400 Euro. Bei kleinen Kanzleien beginnt das Stundenhonora für die angestellten Anwälte bei rund 100 Euro.

Einzelanwälte

Der Markt für selbständige (Einzel-)anwälte stark gesättigt und entsprechend umkämpft. Im Schnitt macht eine Kanzlei eines Einzelkämpfers einen Umsatz zwischen 130.000 – 160.000 Euro ohne MwSt. In den ersten Jahren wird die Schallmauer von 100.000 Euro selten geknackt. Die hängt aber wie bei jedem Freiberufler stark am Akquisegeschick und dem ggf. vorhandenen Kundenstamm. Der persönliche Jahresüberschuss, also das Einkommen nach Abzug von Kosten, aber vor persönlichen Steuern liegt bei ca. 60.000 – 80.000 Euro. Die Kostenquote liegt bei 40% bis 50% vom Umsatz bei kleinen Kanzleien (Büroräume, Personal, Geschäftsausstattung).

Örtliche Sozietäten

Diese machen rund 25% der Kanzleien aus. Die Umsätze je Anwalt sind mit 140.000 – 190.000 Euro etwas höher und entsprechend auch die Einkommen.

Überörtliche Sozietäten

Hier liegen die Umsätze mit 250.000 bis 300.000 Euro deutlich höher und entsprechend fällt auch der Jahresüberschuss mit 125.000 € im Median höher aus.

 

Allgemein gilt: Aufgrund des harten Konkurrenzkampfes durch die Masse an selbständigen Anwälten ist eine Kanzleigründung in den letzten Jahren sehr schwierig geworden und führt häufig nur zu einer unbefriedigenden Einkommenssituation.


Bezahlt werden Anwälte bei gerichtlichen Angelegenheiten nach dem Streitwert. Bei außergerichtlicher Beratung sind Rechtsanwältedazu verpflichtet, das Honorar mit dem Mandanten auszuhandeln, wenn es über der gesetzlichen Höchstgrenze von 250 € liegt.

Quellen:  Institut für Freie Berufe, Soldan Institut für Anwaltsmanagement

 

Gehaltsreporter - Gehaltsdaten & Jobs für Anwälte

Neben Informationen zum Einstiegsgehalt / Gehalt von Juristen, z.B. Syndikus, Notar, Richter oder Anwalt bietet Gehaltsreporter Berufseinsteigern und Berufserfahrerene einen umfangreichen Stellenmarkt mit zahlreichen  Jobs für Anwälte. Darunter sind auchStellen im Ausland, z.B. als Anwalt in der Schweiz!

 

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