Gehalt Anwalt

Was verdient ein …

in
Berufseinstieg42.560 - 56.340
Mit Erfahrung72.380 - 146.360

Wie hoch ist das Gehalt eines Anwalts (m/w)?

Jahr für Jahr bugsieren die deutschen Justizprüfungsämter an die 10.000 junge Volljuristen auf den Arbeitsmarkt. Wenn – nach Studium und Referendariat – die Jobs verteilt werden, spielt wie in kaum einem anderen Studienfach die Examensnote die entscheidende Rolle für die weitere berufliche Karriere. Die Jobaussichten für die breite Masse der Absolventen, nämlich jene ohne Prädikatsexamen, sind nach wie vor nicht so rosig. Ungefähr 13% bis 15% schaffen mit einem Schnitt von 9 bis 11,49 ein ‚vollbefriedigend‘, weitere 5% mit 11,5 bis 14,49 ein ‚gut‘ und nur ca. 0,1% ein ’sehr gut‘ (>14,5). Diejenigen mit einem Prädikatsexamen (mind. ‚vollbefriedigend‘) werden von großen Kanzleien, Staat und Unternehmen charmiert und umworben.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt als Anwalt?

In keinem anderen Studiengang ist die Spannbreite der Einstiegsgehälter so riesig wie bei Juristen. Während sich junge Anwälte bei kleineren Kanzleien mit einem Jahresbruttogehalt zwischen 40.000 € und 50.000 € ‚begnügen‘ müssen, steigen die besten Absolventen in den Top-Kanzleien in der Regel mit Gehältern zwischen 85.000 € und bis zu 140.000 € zuzüglich Bonus ein. Voraussetzung für die letztgenannten Gehälter sind jedoch 18 Punkte in der Summe beider Examina und ein Doktortitel oder ein in Ausland erworbener LL.M. Allgemein gilt: Je besser die Noten, desto höher das Einstiegsgehalt.

Gehaltstabelle: Kanzleien mit den höchsten Einstiegsgehältern

KanzleiFixum 1. JahrBonus 1. Jahr
Milbank Tweed Hadley & McCloy 140.000 € k.a.
Willkie Farr & Gallagher 130.000 € k.a.
Cleary Gottlieb Steen & Hamilton 125.000 € 12.500 €
Kirkland & Ellis 125.000 € 15.000 €
Shearman & Sterling 125.000 € k.a.
Skadden Arps Slate Meagher & Flom 125.000 € 14.000 €
McDermott Will & Emery 115.000 € - 125.000 € k.a.
Weil Gotshal & Manges 115.000 € - 125.000 € k.a.
P+P Pöllath + Partners 105.000 € - 125.000 € k.a.
Allen & Overy 120.000 € k.a.
Clifford Chance*** 120.000 € k.a.
Freshfields Bruckhaus Deringer* 120.000 € k.a.
Herbert Smith Freehills*** 120.000 € k.a.
Latham & Watkins 120.000 € k.a.
Linklaters 120.000 € k.a.
White & Case 120.000 € k.a.
Gleiss Lutz 110.000 € - 120.000 € k.a.

Quelle: azur 100 Top-Arbeitgeber

Vor allem transatlantische Megakanzleien locken mit schnellen Karrierechancen, internationalem Flair – und attraktiven Gehältern. Jungjuristen steigen hier mit 70.000 € bis 100.000 € Jahresbrutto ein – einzelne Top-Absolventen mit Prädikatsexamen, Zusatztitel und perfekten Englischkenntnissen können die sechsstellige „Schallmauer“ auch bereits zu Anfang ihrer Karriere durchbrechen. Laut JURAcon erhielten die Top-Einsteiger inklusive Bonus ein Spitzengehalt von rund 140.000 €. Wer es zum Partner in einer Großkanzlei schafft, wird am Gewinn beteiligt. Das dies eine durchaus lukrative Perspektive sein kann, zeigt das Beispiel der Großkanzlei Mayer Brown: Hier verdienten die Partner  je rund 700.000 € im Jahr. Staranwälte in den großen Megakanzleien können sich auch über Gehälter im siebenstelligen Bereich freuen. Jahresgehälter von 3-4 Millionen Euro pro Jahr und das für bis zu 5 Jahre garantiert sind laut Headhuntern momentan drin. Diese Summen, die selbst Investmentbanker erblassen lassen, sind vor allem durch US-Kanzleien getrieben, die im lukrativen Geschäft mit deutschen Unternehmen angreifen wollen. Besonders attraktiv ist das M&A Geschäft, das derzeit sehr gut läuft. Etablierten Partner mit Zugang zu den Topetagen der deutschen Wirtschaft winken Signing-Boni von 1 Mio. Euro und mehr. Doch dieses Geld muss selbstverständlich auch erst wieder verdient werden. Bei amerikanischen Kanzleien liegt der Umsatz je Partner bei rund 5-7 Mio €. Die Arbeitsatmosphäre ist von hohem Zeit-, Leistungsdruck und Risiko geprägt. Gehen die hohen Erwartungen nicht auf, ziehen sich US-Kanzleien auch schnell wieder zurück oder können im ungünstigsten Fall einer Pleite die Gehälter nicht mehr bezahlten (so geschehen im Fall der Kanzlei Dewey & LeBoeuf, die die Gehälter mit Krediten finanziert hatte).

Was verdienen Anwälte in mittelständischen Kanzleien?

Über 90% der zugelassenen Anwälte in Deutschland arbeiten in kleineren und mittelständischen Kanzleien (rund 96% der Kanzleien in Deutschland beschäftigen nicht mehr als 10 Anwälte) – und die sind beim Gehalt deutlich zurückhaltender. Wer dort mit 45.000 € Jahresgehalt einsteigt, kann sich schon „zur besseren Hälfte“ zählen. Laut einer Umfrage des Soldan-Instituts für Anwaltsmanagement beträgt das durchschnittliche Jahreseinkommen eines angestellten Anwalts in einer kleinen Kanzlei rund 46.000 € brutto.

Gehälter nach Kanzleigröße (Durchschnittliches Bruttojahresgehalt in Euro)

KanzleigrößeUnteres QuartilMedianOberes Quartil
Klein (bis 101 Mitarbeiter)* 38.000 € 46.000 € 52.000 €
Mittel (bis 1000 Mitarbeiter) 50.000 € 65.000 € 75.000 €
Groß (ab 1001 Mitarbeiter) 55.000 € 70.000 € 80.000 €

Quelle: Hays Legal

Welche Kanzleien zahlen die höchsten Einstiegsgehälter je Region?

Top 5 Gehälter 2017 in Hamburg, Berlin, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen

KanzleiStandorteFixum 1. JahrFixum 2. JahrFixum 3. Jahr
Allen & OveryHamburg 120.000 € 125.000 € 130.000 €
Freshfields Bruckhaus DeringerHamburg 120.000 € 130.000 € 140.000 €
Latham & WatkinsHamburg 120.000 € 130.000 € 130.000 €
White & CaseHamburg 120.000 € 125.000 € 130.000 €
Gleiss LutzHamburg 120.000 € 120.000 € 130.000 €

Quelle: Azur, eigene Recherchen

Top 5 Gehälter 2017 in Nordrhein-Westfalen

KanzleiStandorteFixum 1. JahrFixum 2. JahrFixum 3. Jahr
Cleary Gottlieb Steen & HamiltonKöln 125.000 € 135.000 € 145.000 €
McDermott Will & EmeryDüsseldorf 125.000 € 130.000 € 135.000 €
Allen & OveryDüsseldorf 120.000 € 125.000 € 130.000 €
Clifford ChanceDüsseldorf 120.000 € 125.000 € 130.000 €
Freshfields Bruckhaus DeringerDüsseldorf 120.000 € 130.000 € 140.000 €

Quelle: Azur, eigene Recherchen

Top 5 Gehälter 2017 in Hessen

KanzleiStandorteFixum 1. JahrFixum 2. JahrFixum 3. Jahr
Milbank Tweed Hadley & McCloyFrankfurt 140.000 € 150.000 € 160.000 €
Willkie Farr & GallagherFrankfurt 130.000 € 125.000 € 135.000 €
Cleary Gottlieb Steen & HamiltonFrankfurt 125.000 € 135.000 € 145.000 €
Shearman & SterlingFrankfurt 125.000 € 130.000 € 140.000 €
Skadden Arps Slate Meagher & FlomFrankfurt 125.000 € 135.000 € 145.000 €

Quelle: Azur, eigene Recherchen

Top 5 Gehälter 2017 in  Baden-Württemberg

KanzleiStandorteFixum 1. JahrFixum 2. JahrFixum 3. Jahr
Gleiss LutzStuttgart 120.000 € 120.000 € 130.000 €
Quinn Emanuel Urquhart & SullivanMannheim 115.000 € 120.000 € 130.000 €
Hennerkes Kirchdörfer & LorzStuttgart 110.000 € 110.000 € 130.000 €
SZA Schilling Zutt & AnschützMannheim 105.000 € 110.000 € 110.000 €
Heuking Kühn Lüer WojtekStuttgart 105.000 €

Quelle: Azur, eigene Recherchen

Top 5 Gehälter 2017 in  Bayern

KanzleiStandorteFixum 1. JahrFixum 2. JahrFixum 3. Jahr
Milbank Tweed Hadley & McCloyMünchen 140.000 € 150.000 € 160.000 €
Kirkland & EllisMünchen 125.000 € 130.000 € 140.000 €
Skadden Arps Slate Meagher & FlomMünchen 125.000 € 135.000 € 145.000 €
McDermott Will & EmeryMünchen 125.000 € 130.000 € 135.000 €
Weil Gotshal & MangesMünchen 125.000 €

Quelle: Azur, eigene Recherchen

Wie verläuft die Gehaltsentwicklung in einer großen Wirtschaftsrechtskanzlei?

Im sechsten Berufsjahr erreicht das Fixum laut WirtschaftsWoche zwischen 130.000 € und 200.000 €. Wer es zum Partner in einer Großkanzlei schafft, wird am Gewinn beteiligt. Das dies eine durchaus lukrative Perspektive sein kann, zeigt das Beispiel der Großkanzlei Mayer Brown: Hier verdienten die Partner  je rund 700.000 € im Jahr. Staranwälte in den großen Megakanzleien können sich auch über Gehälter im siebenstelligen Bereich freuen.

Was verdient man als Syndikus / Unternehmensjurist?

Eine gute Alternative zu Großkanzleien sind die Stellen in den Rechtsabteilungen großer Unternehmen, um die in jüngster Zeit ein heißer Kampf entbrannt ist. Wegen des schwierigen Arbeitsmarktes haben Volljuristen die einst ungeliebte Karriere als Firmenanwalt für sich entdeckt. Häufiger bewerben sich inzwischen auch Associates, die bereits einige Jahre in großen Kanzleien gearbeitet haben. Dort steigen sie entweder aus, weil sie nicht zum Partner befördert wurden – oder schlicht und einfach weil sie wieder weniger arbeiten wollen. Wer hier ordentlich Geld verdienen möchte, muss Verantwortung übernehmen. Denn die zahlt sich fast immer aus. Wer beispielsweise als Syndikus, also Unternehmensjurist, in der Pharmaindustrie bei einer Firma mit 500 oder mehr Angestellten arbeitet und Personalverantwortung hat, kommt auf durchschnittlich 113.500 € Jahresgehalt. Die Spitzengruppe in dieser Kategorie erreicht Gehälter von deutlich über 125.000 €. Kleine Rechtsabteilungen von Mittelständlern entlohnen frisch gebackene Juristen mit Gehältern zwischen 48.000 € und 60.000 €, je nach Größe und Branche.

Gehaltstabelle: Durchschnittliche Einstiegsgehälter für Juristen bei Unternehmen

UnternehmensgrößeUnteres QuartilMedianOberes Quartil
Ohne Promotion 45.000 € 48.000 € 52.000 €
Mit Promotion 50.000 € 55.000 € 66.000 €

Ohne Personalverantwortung sind als Unternehmensjurist mit Berufserfahrung im Durchschnitt die folgenden Gehälter erzielbar:

Gehaltstabelle: Durchschnittliche Bruttojahresgehälter von Unternehmensjuristen ohne PV nach Berufserfahrung

BerufserfahrungUnteres QuartilMedianOberes Quartil
8 - 10 Jahre Berufserfahrung 50.000 € 65.000 € 80.000 €
Über 15 Jahre Berufserfahrung 55.000 € 70.000 € 95.000 €

Was verdient ein Jurist bei Großkonzernen und Behörden?

Dax-Konzerne wie BMW oder die Deutsche Bank zahlen Einsteigern je nach Zusatzqualifikation zwischen 75.000 € und bis zu 90.000 €. Als Voraussetzung gilt zweimal ‚Voll befriedigend‘. Zusatzqualifikationen wie der Dr. iur oder LL.M. sind auch hier gewünscht.

Bei Behörden verdienen Juristen auf Europäischer Ebene am meisten. Die Europäische Kommission oder die Europäische Zentralbank entlohnt Einsteiger mit 57.000 €. Der Großteil der deutschen Behörden wie Bafin oder das Bundeskriminalamt bietet Einstiegsgehälter zwischen 44.000 €50.000 €, wobei nicht vergessen werden sollte, dass hier nach ein paar Dienstjahren der Beamtenstatus mit entsprechenden Altersbezügen erreicht wird. Ein Vorteil, der mit reinem Blick auf die Einstiegsgehälter schnell vergessen wird.

Tabelle: Einstiegsgehälter für Juristen in Industrie und Behörden

ArbeitgeberFixum 1. JahrBonus 1. JahrFixum 2. Jahr
McKinsey100.000 €k.a.   
Siemens100.000 €k.a.103.000 €
Bayer65.000 € - 92.000 €k.a.65.000 € - 92.000 €
Merck80.000 € - 90.000 €14.000 €   
BMW85.000 €k.a.   
Audi75.000 € - 85.000 €12.000 €   
ZF Friedrichshafen75.000 € - 80.000 €10.000 € 80 bis 85
Deutsche Bank75.000 €5.000 €   75
Deutsche Börse60.000 € - 75.000 €15.000 € 60 bis 80
Commerzbank70.000 €k.a.   
ThyssenKrupp70.000 €k.a.   
Vodafone D260.000 € - 70.000 €7.000 € 63 bis 74
Daimler50.000 € - 70.000 €k.a.   
Adidas50.000 € - 65.000 €2.000 € 60 bis 75
DZ Bank61.000 € - 63.000 €5.000 €   
Deutsche Lufthansa59.000 €6.000 €   59
Europäische Kommission54.000 €k.a.   
Europäische Zentralbank54.000 €k.a.   
Bundeskartellamt48.000 €k.a.   
Bundeskriminalamt48.000 €k.a.   
BaFin460.000 €k.a.   
EY42.000 € - 45.000 €k.a.   
Auswärtiges Amt33.000 €k.a.ab 51  

Quelle: azur 100 Top-Arbeitgeber

Was verdient ein Staatsanwalt?

Die Entlohnung von Staatsanwälten erfolgt nach dem Bundesbesoldungsgesetz und steigt mit zunehmendem Lebensalter an.

Regelungen des BBesG und Bundesbesoldungsverordnung R

PositionBesoldungsgruppeGehalt (€/Monat)
StaatsanwaltR14.154 € (steigt bis auf 6.730 €)
Staatsanwalt am BGHR25.048 € (steigt bis auf 7.337 €)
OberstaatsanwaltR25.048 € (steigt bis auf 7.337 €)
Leitender OberstaatsanwaltJe nach Position R2, R3, R45.048€ bis 8.538 € (Stufe R 4)
GeneralstaatsanwaltJe nach Position R2, R3, R45.048 € bis 8.538 € (Stufe R 4)

Quelle: Internetseite des Bundesministeriums für Inneres, Bundesbesoldungsordnung R

Was verdient ein Richter?

Richter werden in Deutschland ebenfalls nach der Besoldungsordnung R, Besoldungsgruppen R 1 bis R 10 für ihre Arbeit bezahlt. Die genaue Besoldung richtet sich dabei nach dem Bundesbesoldungsgesetz und hängt von der genauen Position und vom Alter ab. Seit 2006 wurde die Zuständigkeit für die Besoldung von Beamten und Richter der Länder auf die Länder übertragen. Solange ein Bundesland kein eigenes Landesbesoldungsgesetz erlassen hat, gilt in diesem Land für die Besoldung von Richtern weiterhin das Bundesbesoldungsgesetz, sodass wir im Folgenden ausschließlich das sich danach ergebende Gehalt darstellen.

Regelungen des BBesG und Bundesbesoldungsverordnung R

FunktionBesoldungsgruppeGehalt (€/Monat)
Richter am Amtsgericht, Landesgericht, Arbeitsgericht, Sozialgericht, VerwaltungsgerichtR14.154 € - 6.730 €
Direktor am Amtsgericht, Arbeitsgericht, und Sozialgericht; Richter am Finanzgericht; Vorsitzender Richter am Landgericht und Verwaltungsgericht; Richter am Oberlandesgericht, Landessozialgericht und OberverwaltungsgerichtR25.048 € - 7.337 €
Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht, Landessozialgericht, Finanzgericht, Oberlandesgericht und Oberverwaltungsgericht; Präsident am Amtsgericht, Landesgericht und VerwaltungsgerichtR38.069 €
Präsident des Oberlandesgerichts, Oberverwaltungsgerichts, Landesarbeitsgerichts und FinanzgerichtsR59.077 €
Richter am Bundesarbeitsgericht, Bundessozialgericht, Bundesfinanzhof, Bundesgerichtshof und BundesverwaltungsgerichtR69.589 €
Vorsitzender Richter am Bundesarbeitsgericht, Bundessozialgericht, Bundesgerichtshof, Bundesfinanzhof und BundesverwaltungsgerichtR810.600 €
Präsident des Bundesarbeitsgerichts, Bundessozialgerichts, Bundesfinanzhofs, Bundesgerichtshofs und BundesverwaltungsgerichtsR1013.430 €

Quelle: Internetseite des Bundesministeriums für Inneres, Bundesbesoldungsordnung R

Mit welchen Einkommen können selbständige Anwälte (Kanzleigründung) rechnen?

Prinzipiell gilt die Faustformel: Je größer die kanzlei, umso höher der Stundensatz. Kartell-, Starf- und Gesellschaftsrechtler sind teurer als Arbeitsrechtler. Die Partner Stundensätze liegen zwischen 200 und 600 Euro. Star Änwälte rufen bei Promi Mandaten auch 800 bis 1.000 Euro Stundenhonorar auf. Für angestellte Anwälte verlangen große Law Firms zwischen 250 bis 400 Euro. Bei kleinen Kanzleien beginnt das Stundenhonorare für die angestellten Anwälte bei rund 100 Euro.

Einzelanwälte

Der Markt für selbständige (Einzel-)anwälte stark gesättigt und entsprechend umkämpft. Im Schnitt macht eine Kanzlei eines Einzelkämpfers einen Umsatz zwischen 130.000160.000 Euro ohne MwSt. In den ersten Jahren wird die Schallmauer von 100.000 Euro selten geknackt. Die hängt aber wie bei jedem Freiberufler stark am Akquisegeschick und dem ggf. vorhandenen Kundenstamm. Der persönliche Jahresüberschuss, also das Einkommen nach Abzug von Kosten, aber vor persönlichen Steuern liegt bei ca. 60.00080.000 Euro. Die Kostenquote liegt bei 40% bis 50% vom Umsatz bei kleinen Kanzleien (Büroräume, Personal, Geschäftsausstattung).

Örtliche Sozietäten

Diese machen rund 25% der Kanzleien aus. Die Umsätze je Anwalt sind mit 140.000190.000 Euro etwas höher und entsprechend auch die Einkommen.

Überörtliche Sozietäten

Hier liegen die Umsätze mit 250.000 bis 300.000 Euro deutlich höher und entsprechend fällt auch der Jahresüberschuss mit 125.000 € im Median höher aus.

Allgemein gilt: Aufgrund des harten Konkurrenzkampfes durch die Masse an selbständigen Anwälten ist eine Kanzleigründung in den letzten Jahren sehr schwierig geworden und führt häufig nur zu einer unbefriedigenden Einkommenssituation. Bezahlt werden Anwälte bei gerichtlichen Angelegenheiten nach dem Streitwert. Bei außergerichtlicher Beratung sind Rechtsanwältedazu verpflichtet, das Honorar mit dem Mandanten auszuhandeln, wenn es über der gesetzlichen Höchstgrenze von 250 € liegt.

Quellen:  Institut für Freie Berufe, Soldan Institut für Anwaltsmanagement

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