Gehalt Küchenhilfe

Was verdient ein …
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19.240 € 22.385 € 26.428 €

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Jahresbrutto bei 40h. Woher sind die Daten?

Berufserfahrung:

Wie hoch ist das Gehalt einer Küchenhilfe (m/w)?

Die Arbeit als Küchenhilfe ist für Hotels und gastronomische Betriebe unverzichtbar. Viele Arbeitgeber setzen für diese Hilfstätigkeiten nicht einmal eine abgeschlossene Berufsausbildung voraus, obwohl diese bei der Jobsuche hilfreich ist. Bei der Küchenhilfe handelt es sich um einen der am wenigsten lukrativsten Jobs der Hotel- und Gaststättenbranche, wobei die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns für eine Aufwertung sorgte. Der folgende Überblick soll aufzeigen, welche Verdienstmöglichkeiten sich für eine Küchenhilfe in Deutschland ergeben.

Ist das Gehalt einer Küchenhilfe tariflich geregelt?

Wie alle anerkannten Berufe im Hotel- und Gaststättengewerbe sind die Gehaltsbezüge für die Küchenhilfe tariflich geregelt. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband, kurz DeHoGa, ist die zentrale Vertretung aller Arbeitskräfte der Branche, der ihre Interessen bei Tarifverhandlungen vertritt. Hierbei finden die Aushandlungen von Tarifverträgen auf Landesebene statt, d. h. der Gehaltsbezug einer Küchenhilfe unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland.

Tabelle: Niedrigester Hilfskräftelohn im Gastro- und Hotelgewerbe

RegionMindestlohnGültig abKommentar
Baden-Württemberg 1.706 €
Bayern 1.639 €1.6.2018in den ersten 3 Monaten d. Betriebszugehörigkeit
Bayern 1.778 €1.6.2018ab dem 4. Monat d. Betriebszugehörigkeit
Bayern 1.672 €1.5.2019in den ersten 3 Monaten d. Betriebszugehörigkeit
Bayern 1.814 €1.5.2019ab dem 4. Monat der Betriebszugehörigkeit
Berlin 1.601 €1.7.2017
Berlin 1.643 €1.7.2017
Brandenburg 1.507 €1.2.2018
Brandenburg 1.560 €1.2.2019
Brandenburg 1.610 €1.2.2020
Bremen 1.615 €im 1. Jahr der betrieblichen Tätigkeit
Bremen 1.649 €ab dem 2. Jahr der betrieblichen Tätigkeit
Hamburg 1.650 €
Hessen 1.753 €
Mecklenburg-Vorpommern 1.529 €
Niedersachsen 1.574 €
Niedersachsen 1.726 €nach 12 monatiger Tätigkeit
Nordrhein-Westfalen 1.564 €
Rheinland-Pfalz 1.437 €im 1.+2. Beschäftigungsjahr
Rheinland-Pfalz 1.563 €ab dem 3. Beschäftigungsjahr
Saarland 1.512 €
Sachsen 1.622 €1.4.2018
Sachsen 1.666 €1.4.2019
Sachsen-Anhalt 1.548 €1.9.2017
Sachsen-Anhalt 1.575 €1.7.2018
Schleswig-Holstein 1.565 €

Tabelle: Niedrigster Einstiegslohn für ausgebildete Fachkräfte nach dreijähriger Ausbildung im Gastro- und Hotelgewerbe

RegionMindestlohnGültig ab
Baden-Württemberg 2.082 €1.3.2018
Baden-Württemberg 2.113 €1.1.2019
Bayern 1.995 €1.6.2018
Bayern 2.035 €1.5.2019
Berlin 2.005 €1.7.2017
Berlin 2.065 €1.7.2018
Brandenburg 1.869 €1.2.2018
Brandenburg 1.934 €1.2.2019
Brandenburg 1.996 €1.2.2020
Bremen 1.946 €
Hamburg 1.725 €1.1.2017
Hamburg 1.777 €1.1.2018
Hessen 2.168 €
Mecklenburg-Vorpommern 1.584 €1.12.2017
Mecklenburg-Vorpommern 1.639 €1.6.2018
Niedersachsen 1.939 €
Nordrhein-Westfalen 1.908 €
Rheinland-Pfalz 1.859 €
Saarland 1.816 €
Sachsen 1.727 €1.4.2018
Sachsen 1.778 €1.4.2019
Sachsen-Anhalt 1.644 €1.9.2017
Sachsen-Anhalt 1.669 €1.7.2018
Schleswig-Holstein 1.729 €
Ostfriesische Inseln 1.900 €
Weser-Ems / Oldenburg 1.748 €

Ein grundlegender Überblick über den Verdienst einer Küchenhilfe

Unter Berücksichtigung aller Tarifverträge, der lediglich die Untergrenze für den Tarif im jeweiligen Bundesland vorgibt, ergibt sich deutschlandweit ein breites Spektrum an Einnahmen für Küchenhilfen. Nach der Plattform Hotelcareer liegt der durchschnittliche Verdienst zwischen sieben und zehn Euro die Stunde. Wird die Obergrenze bei einer 40-Stunden-Woche angenommen, lägen die Bruttoeinnahmen im Monat bei 1.600 bis 1.700 Euro. Die Plattform verweist bei den Gehaltsunterschieden auf den Umstand, ob die Küchenhilfe in Voll- oder Teilzeit tätig ist.

Auch die Bundesarbeitsagentur weist bei ihrer Auswertung auf regionale Gehaltsunterschiede hin, setzt mit einem Durchschnittslohn zwischen 1.693 und 1.791 Euro jedoch erkennbar höher als beim tariflich vorgeschriebenen Mindestlohn an. Hier spiegelt sich der tatsächliche Berufsalltag wider, in dem beispielsweise Küchenhilfen in großen und namhaften Restaurants über ein höheres Gehalt verfügen.

Nach einer Auswertung des WSI aus dem Jahr 2013, auf den sich die Plattform Lohnspiegel bezieht, verdient die Küchenhilfe im Bundesdurchschnitt 1.570 Euro brutto monatlich. Sie ist damit das Berufsbild aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe, das mit den geringsten Gehaltseinnahmen im Monat verbunden ist. Nach einem Zeitungsartikel der FAZ gilt dieser Umstand sogar übergreifend bei Betrachtung aller Branchen. Hier landet die Küchenhilfe mit einem Jahresgehalt von 19.604 Euro hinter Friseur und Kellner auf dem ersten Platz der Berufe mit den niedrigsten Gehältern. Umgerechnet sind dies 1.634 Euro im Monat.

Ist die Arbeit als Küchengehilfe ein klassischer Mini-Job?

Die Tätigkeit als Küchenhilfe kann in Vollzeit oder Teilzeit ausgeübt werden, die oben genannten Verdienstmöglichkeiten beziehen sich auf eine Vollzeitanstellung. In der Praxis ist es gerade bei kleineren Betrieben üblich, dass die Arbeit als Mini-Job ausgeübt wird. Sofern der tarifliche Mindestlohn nach obigen Maßstäben ohne Ausnahme gezahlt werden muss, ist die monatliche Arbeitszeit entsprechend anzupassen.

Welche Gehaltsunterschiede gibt es zwischen Frauen und Männern?

Wie überall in Gastronomie- und Hotelwesen üblich, fallen die Verdienstmöglichkeiten für Frauen niedriger als bei Männern aus. So präsentiert die Plattform Gehaltstipps Zahlen, nach denen der durchschnittliche Verdienst einer männlichen Küchenhilfe bei 1.800 Euro brutto im Monat liegt, während sich Frauen mit knapp 1.700 Euro begnügen müssen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Anstellung von Frauen und Männern in Teilzeit. Hier spielen noch nicht die regionalen Unterschiede ein, so dass beispielsweise eine weibliche Küchenhilfe in den ostdeutschen Bundesländern häufig nur den tariflich zugesicherten Mindestlohn oder minimal mehr verdient.

Spielen die Sterne des Restaurants eine Rolle?

Das Renommee des anstellenden Restaurants spielt ebenfalls in die Gehaltshöhe der Küchenhilfe ein, häufig direkt mit der Größe des anstellenden Betriebs gekoppelt. Gerade kleine Restaurants, die lediglich regional tätig sind und im 1- bis 3-Sterne-Bereich angesiedelt werden, zahlen meist nur Gehälter im Bereich des Tariflohns. Höhere Verdienste einer Küchenhilfe in einer Dimension zwischen 1.700 und 1.800 Euro lassen sich meist nur bei größeren 4- und 5-Sterne-Restaurants erreichen. Da diese häufiger in Großstädten als der ländlichen Region anzutreffen sind, spielt der Arbeitsort zusätzlich in die Verdienstaussichten innerhalb eines Bundeslandes ein.

Lässt sich durch eine Fortbildung das Gehalt steigern?

Die Küchenhilfe ist ein klassischer Einstiegsberuf in die Gastronomiebranche. Viele Arbeitgeber stellen absolute Quereinsteiger ein, die einfache Aufgaben in der Küche übernehmen und hierfür einen geringeren Tariflohn erhalten. Dies wird sogar explizit durch manche Tarifverträge geregelt, beispielsweise sieht der oben erwähnte Tarif in Sachsen ein Gehalt für ungelernte Arbeitskräfte von unter 1.500 Euro vor. Wer seiner Tätigkeit als Küchengehilfe gerne nachgeht und hier seine berufliche Zukunft sieht, entscheidet sich im Regelfall für eine Ausbildung als Koch. Diese dauert drei Jahre und macht mit allen wichtigen Handgriffen einer Restaurantküche oder eines vergleichbaren Arbeitsumfeldes vertraut. Nach der oben erwähnten WSI-Studie in Zusammenarbeit mit Lohnspiegel steigen die Gehaltsaussichten eines ausgebildeten Kochs in Deutschland auf durchschnittlich 2.005 Euro brutto monatlich.

Höhe der Monatsentgelte für gewerbliche Arbeitnehmer/-innen und Angestellte

ÜbersichtBeschreibungHöhe Monatsentgelt
Unterste EntgeltgruppeArbeitnehmer/-in mit einfachen Tätigkeiten, die durch Anlernen erworben werden können1.564 €
Arbeitnehmer/-in mit Tätigkeiten, die geringe fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten erfordern1.659 €
Einstieg nach AusbildungArbeitnehmer/-in mit Tätigkeiten und Voraussetzungen, die erweiterte Kenntnisse oder Fertigkeiten und längere Erfahrung hierin erfordern und in der Regel durch eine abgeschlossene Berufsausbildung und/oder Berufserfahrung verfügen, die im fachlich entsprechenden Tätigkeitsbereich erworben werden1.908 €
Arbeitnehmer/-in mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung ab dem 2. Jahr und mit mindestens 6-monatiger Tätigkeit in diesem Betrieb in dieser Abteilung1.991 €
Höchste EntgeltgruppeLeitende Führungskräfte, deren Aufgaben einen Überblick über betriebliche Zusammenhänge und selbständiges Disponieren im Rahmen der betrieblichen Gegebenheiten erfordern, und Spezialisten3.145 €
Führungskräfte, die über genaue Kenntnisse der gesamtbetrieblichen Zusammenhänge verfügen,ihre Tätigkeit selbständig erledigen und über entsprechende Kompetenzen verfügen, werden nach freier Vereinbarung bezahlt, mindestens3.285 €

 

Was ist Ihr Marktwert?

Pauschale Aussagen zum individuellen Gehalt bleiben schwer, denn neben persönlicher Qualifikation, Erfahrung und Aufgabe/Verantwortung spielen auch die Größe, die Branche und die Region des Arbeitgebers eine wichtige Rolle. Um diese Parameter zu berücksichtigen, haben wir einen Gehaltsrechner entwickelt, mit dem Sie sich kostenlos Ihre individuelle Gehaltsanalyse erstellen können. Sie erhalten im Anschluss sofort eine E-Mail mit dem Link zu Ihrer PDF-Broschüre mit individueller Auswertung, Vergleichswerten aus unserer Datenbank und Tipps rund um das Thema Gehalt.

Die Gehaltsdaten stammen aus unserer eigenen Datenbank und basieren auf der statistischen Auswertung von 100.000enden Datensätzen. Dabei nutzen wir neben den Endverbraucher-Eingaben auf Gehaltsreporter.de und Partnerwebsites (wie hays.de) auch Ist-Gehaltsdaten von Unternehmen. An die Unternehmensdaten gelangen wir durch unsere Kooperationen mit Baumgartner & Partner (Vergütungsberatung) und das Joint Venture HR Online Manager (Compensation Online). Weitere Details zu unseren Methoden und Berechnungsgrundlagen.

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